Freitag, 26. Februar 2010

Donnerstag, 25. Februar 2010

Warum (Single)Männer ab 'nem bestimmten Alter eine Macke haben

Geografie geht heute nicht. Und auf blödes Mathe habe ich schon gar keine Lust. Also verplempere ich mal wieder meine Zeit mit Bloggen. Die Vorlage zum heutigen Eintrag liefert mir ein kürzlich statt gefundendes Gespräch. ;)

Ausgangspunkt war die völlig abrupte, scheinbar wie aus dem Nichts kommende Trennungsabsicht des Partners. Und da es immer viel spannender ist und natürlich auch entspannter, sich über fremde Probleme, Sorgen, Nöte Gedanken zu machen, hab ich das in diesem Fall auch mal wieder getan.

Fast jeder ist seinem Leben schon mal in der unglücklichen Lage gewesen, verlassen worden zu sein. Ob männlich oder weiblich spielt erstmal keine Rolle. Oder doch? Hm. Wie gehen Frauen und Männer denn mit Trennungen um?

Frauen gehen shoppen, besprechen mit ihren Freundinnen und Vertrauten die verflossene Liebe rauf und runter, heulen, toben, trinken literweise Martini (nee, ich natürlich nicht!), gehen zum Friseur, verbrennen alle Liebesbriefe und Fotos - um es dann fünf Sekunden später zu bereuen, telefonieren ihrem Ex hinterher, wollen auf dem Laufenden bleiben, sie kucken Liebesschnulzen, nur um noch mehr Tränen zu vergießen, gehen aus, rufen den heimlichen Verehrer an, den sie bis dahin schön auf Sparflamme gehalten haben. Kurz gesagt: trösten sich und verarbeiten.

Männer... machen nichts dergleichen. Gar nichts. Eventuell erfährt man zufälligerweise irgendwann, weil man Mann nebst Anhang zu einer Party eingeladen hat, dass diese Beziehung längst Geschichte ist. Das Leben geht weiter. Fertig. Von Verarbeitung keine Spur. Verdrängung lautet die Devise. Da wird den Kumpels in der Stammkneipe oder beim Fussball beiläufig vorgebrummt, dass "die Alte eh nen Knall" hatte und einfach viel zu anstrengend war. Erledigt ist das Thema.

Aber es handelt sich nicht um ein unbestätigtes Gerücht, wenn ich behaupte, dass Männer auch Gefühle haben. Selbst wenn sie es "nur" schaffen, zum Jahrestag eine halb verwelkte Blume mitzubringen oder mal eine sehnsuchtsvolle sms schreiben, in der dann drin steht: Ich vermiss dich und würd dich jetzt am liebsten auf der Stelle.... naja usw. . Und tatsächlich setzt sich in einem winzigen Teil des Gehirns (ich sagte nicht, dass Männergehirne von Natur aus winzig sind!) Frust fest und schrammige Narben, weil nicht nur der Stolz und das Ego verletzt und nicht nur die Routine, das Verlässliche futsch ist, die eine Beziehung so mit sich bringt, sondern gar sie selbst! Und irgendwann - sie können ja vielleicht gar nix dafür! - kommt die selbstverständliche Erkenntnis: Es sind doch alle Frauen so! Einmal verlassen, immer verlassen. Wozu auf etwas Neues einlassen, wenn es ja doch nur von kurzer Dauer ist.

So kann eine Frau einen Mann mittleren Alters in der Anfangsphase gut um den Finger wickeln, ihn kennenlernen, aus Schmetterlingen im Bauch echte Zuneigung entstehen lassen. Doch geht es dann darum, den nächsten Punkt zu erreichen (echte Nähe, Vertrautheit),  ziehen die Herren der Schöpfung ganz schnell den Schwanz ein. Es blinken sämtliche Alarmsignale und weg sind sie wieder.

Das ist eine Erklärung, aber keine Entschuldigung. Ganz im Gegenteil.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Zu anspruchsvoll?

Gleich mal vorweg genommen: nein, das ist kein Thema, das mich momentan bewegt. Aber ich höre es immer wieder und es das hält auch regelmäßig als Gesprächsstoff für die Singles um mich herum her.

Was ist denn eigentlich gemeint mit anspruchsvoll?
Mit 18, 20 oder vielleicht auch noch 25 kann man sich ganz unbefangen verlieben. Vielleicht in einer Disco, so wie es mir mal passiert ist oder auf einer Party, in der Stadtbibliothek... wie auch immer. Man sieht sich, spürt ein Kribbeln im Bauch, redet miteinander, tauscht Telefonnummern aus und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Da spielt es keine große Rolle,  ob der potenzielle Partner Abitur gemacht hat, sich gerade im Studium oder in der Ausbildung befindet, ob er handwerklich begabt ist, ein eigenes Auto fährt etc. Es zählt nur das hier und jetzt.

Nun ein paar Jahre später. Die erste(n) gescheiterte(n) Beziehung(en) liegen hinter einem. Man sammelt Erfahrungen, lernt einen Partner, vielleicht auch mehrere, ganz intensiv kennen und stellt fest: Oh nein. Nicht die offen gelassene Zahnpasta-Tube nervt, auch nicht der wöchentliche Saufabend mit den Kumpels, sondern eher die Tatsache, dass Mann/Frau einfach nicht zueinander passen, weil Welten zwischen ihnen liegen. Klar: toller Spruch "Gegensätze ziehen sich an". Aber doch nicht auf Dauer! Für eine funktionierende Partnerschaft sind gemeinsame Interessen - überhaupt Gemeinsamkeiten - unerlässlich. Und da gehts nämlich schon los. Interessen? Die Freizeit in der größtenteils arbeitenden Bevölkerung ist knapp. Wenn man(n) sich gern sportlich betätigt und frau nicht, wenn frau gern neue Städte erkundet und man(n) wiederum nicht, mag das noch nicht so problematisch sein. Man muss ja nicht stets und ständig zusammen sein. Aber interessante Gespräche, die auf ähnlichen Interessen beruhen, ein Job, der fordert und zugleich Bestätigung bringt, ähnliche wirtschaftliche Verhältnisse wirken zwar auf den ersten Blick oberflächlich, sind aber eine wichtige Basis für eine dauerhafte Partnerschaft.

Achja... in unserer modernen Zeit, wo das Internet dutzende oder hunderte potenzielle Partner zu Tage fördert und die vermeintliche Auswahl unüberschaubar scheint, ist Selektion fast die einzige Möglichkeit, sich auf einen kleinen Kreis in Frage kommender Beziehungsteilnehmer zu beschränken. Denn klar: per Mausklick kann man schon einiges herausfiltern. Aber letzten Endes muss es trotzdem in echt und in Farbe funken! "Auf der Straße" bzw. im realen Leben ist es doch einerseits viel leichter, sein passendes Gegenstück zu finden, denn jeder Einzelne bewegt sich in einem engen, von ihm selbst und seinen Umständen geprägten Kreis. (Arbeit, Freizeitaktivitäten etc.) Im Internet findet die Vorauswahl nicht statt, da tummelt sich in den diversen Netzwerken alles, was eben über einen Anschluss zur virtuellen Welt verfügt. Das heißt, man muss sich irgendwie Gedanken darüber machen, was man eigentlich sucht und finden will. Logischerweise setzt jeder für sich ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Teilweise (nein, keine Namen an dieser Stelle) gibt es sogar Checklisten etc. Ja, die Flut der Bewerber oder Kandidaten, wie auch immer man sie nennen will, ist schier unendlich. Soll man sich denn täglich mehrmals mit wildfremden Menschen treffen? Um dann festzustellen, das geht beim besten Willen nicht. Die Lebensumstände passen einfach nicht zueinander. Nee, gewiss nicht. Im Laufe der Jahre sammelt jeder für sich seine Erfahrungen, kann für sich sagen, was geht und was eben nicht und das auf einer wie auch immer gestalteten persönlichen, ganz privaten Liste abhaken. Ob sie nun als solches existiert oder nicht. Dem/der einen ist ein möglicher "Versorger" wichtig, dem/der anderen vielleicht nur, dass es richtig funkt und blitzt beim ersten, zweiten ... Treffen.

Und das nennt man nun anspruchsvoll? Weil jeder ganz für sich bestimmte Kriterien hat, die unbedingt erfüllt werden müssen? Hm, ich weiß nicht...

Sonntag, 31. Januar 2010

Droge Internet/2

Was verpasst man eigentlich, wenn man nicht gleich und sofort, nach dem man die Wohnungstür hinter sich schließt, den Computer anschaltet, um zu kucken...? Ja, was denn eigentlich? Um zu sehen, wer wo online ist? Emails zu lesen und möglichst sofort zu beantworten, zu schauen, ob in den angemeldeten Foren neue Einträge hinzu gekommen sind, um diese möglichst sofort zu kommentieren? Ist es nicht unheimlich beruhigend zu wissen, dass es anderen Leuten ganz genauso ergeht und verschafft es einem nicht ein leichteres Gefühl; denn soooo schlimm kann die eigene Sucht ja nicht sein. Andere sind ja schließlich viel länger und viel öfter online als man selbst.

Aber ganz ehrlich: Das ist doch oftmals vertane Zeit! Zeit, die man mit realen Hobbies verbringen sollte. Offline, ohne Netz. Vielleicht mal endlich die neue Fremdsprache lernen, mit Freunden treffen und das Brettspiel herausholen, welches schon im Schrank einstaubt, einen Waldspaziergang unternehmen und dabei feststellen, dass man längst nicht mehr alle Gewächse namentlich benennen kann, basteln, lesen, Fahrrad reparieren, um gleich darauf eine Tour über Stock und Stein zu unternehmen, picknicken, ins Museum oder Theater oder Kino gehen, ein Buch lesen, einen Stadtführer der eigenen Stadt zur Hand nehmen und diese mit den Augen eines Touristen erkunden, endlich Gitarre spielen lernen oder stricken. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, die Möglichkeiten finden ihre Beschränkung nur und ausschließlich am eigenen Budget.

Halb so wild, wenn man den Computer mal nicht anschaltet, das Telefon unbeachtet lässt und nicht stets und ständig erreichbar ist.

Freitag, 29. Januar 2010

Droge Internet/1

Internet ist Segen. Du kannst bequem deine Bankgeschäfte erledigen, einkaufen, recherchieren - und das zu (fast) allen Wissensgebieten. Du kannst Zeitung lesen, Filme schauen, Podcasts hoch- und Musik runterladen, die aktuellen Wetter-/Lotto-/Fussballdaten abrufen, mit Freunden in Kontakt bleiben (und das auf vielfältige Art und Weise) und.... nicht zu vergessen: neue Leute kennen lernen. Achja. Kinderleicht. Du meldest dich einfach auf einer einschlägigen Seite an und schon gehts los: Profil erstellen, Bild hochladen, mehr Bilder hochladen - es soll doch schließlich jeder wissen, mit wem er es zu tun kriegen könnte - Fragebogen ausfüllen - klar, tricks ein bissel, macht doch jeder  - und siehe da; du musst gar nicht lange warten, die ersten Besucher werden dein Online-Profil begutachten, dir eventuell einen Gruß oder besser noch eine meist kurze, standardisierte Nachricht hinterlassen und schon steckst du mittendrin. Wo denn eigentlich? - Dazu später mehr.

Weiter gehts: Du schaust dich ein bissel um, suchst und findest (garantiert!) alte Bekannte wieder. Leute, mit denen du vielleicht nie wirklich etwas am Hut hattest, die nun aber wichtig genug sind, einen Platz in deiner noch übersichtlichen Freundeliste zu finden. So, vielleicht noch auf der Suche nach einem neuen Partner? - Oje, das kann eigentlich nicht gut gehen. Erstens, die Auswahl erscheint riesig, das Angebot potenzieller Kandidaten schier unüberschaubar. Und fast unglaublich: täglich werden es mehr, die auf der Suche nach dem großen Glück Profil für Profil abgrasen, suchen und suchen und doch nicht finden. 

Du lernst mehr Leute kennen, einige sogar ein bissel intensiver, schreibst hier und da, kennst bald die Gewohnheiten der Anderen, weißt wann sie online sind und fragst dich, was sie gerade tun, weil der Status sich für längere Zeit nicht verändert.

Ja aber Moment mal! Soll das so sein? Sind das nicht schon erste Anzeichen von Sucht? Und: wird dieses Suchtverhalten nicht noch angetrieben, weil es Punkte- und Rangsysteme gibt, die dich insgeheim antreiben, mehr Punkte oder einen höheren Rang zu erreichen, ganz so wie bei einem Spiel, bei dem du unbedingt das nächste Level erreichen willst und dafür in Kauf nimmst, die Nacht zum Tage zu machen, denn es fehlt ja nicht mehr sooooooo viel?