Wow. Schon der vierte Teil dieser unendlichen Geschichte. Und passiert war bisher.... nichts!
Das sollte sich aber nun ändern. Denn; trotzdem bei dem zurück liegenden Treffen nichts beschreibbares passierte, wussten doch beide, dass sie an einen Punkt angelangt waren, an dem es nun entweder endgültig vorbei sein sollte oder aber ein Folgeschritt unternommen werden musste.
Bei einem regen Austausch miteinander stellten wir verwundert und verblüfft fest, dass seine Zurückhaltung nur zwei Gründe haben könne: Einerseits das schlechte Gewissen seiner Partnerin gegenüber oder einfach nur Schüchternheit. Letzten Endes entschieden wir uns für beides. Also war nun sie gefragt und sollte überzeugt auftreten, um dem um-den-anderen-herumschleichen endlich ein Ende zu bereiten.
Das nächste Treffen fand dann auch folgerichtig bei ihr statt. Mit einer mitgebrachten Flasche Wein machte er es sich auf einer Couch bequem, sie auf der gegenüberstehenden. (Merke: Äußerst ungünstig bei Annäherungsversuchen. Inzwischen wurde dieser Zweiteilige Liebesverhinderer durch eine Ecksitzgarnitur ausgetauscht.)
So und was tun Mann und Frau, wenn sie endlich die Gelegenheit der ungestörten Zweisamkeit genießen können? ... Stimmt! Aber diese beiden schauten statt dessen fern. Stundenlang. Gelegentlich unterbrochen von ihren zaghaften Annäherungsversuchen auf Entfernung, welche sie in Form von "Mir ist kalt", "Ich friere" etc. äußerte. Aber diesen durchaus beachtlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstand er nicht, so dass sie ihn alsbald konkret und unumwunden aufforderte, sich doch nun endlich neben sie zu setzen. Na bitte. Ging doch.
Zaghaftes Kuscheln und vorsichtiges gegenseitiges Erkunden waren die Folge. Doch wie bereits erwähnt, war die Couch nicht von einem Pärchenspezialisten konzipiert worden. Das war nicht weiter schlimm. Der Abend war nämlich längst der Nacht gewichen und es wurde Zeit ins Bett zu gehen. Stürmische Berührungen lösten bald die vorsichtigen Annäherungsversuche ab. Während dessen entkleideten sie sich und es passierte nun eeeeeendlich, worauf nun schon beiderseitig so lange hingearbeitet wurde. Aber als sie endlich miteinander verschmolzen, stellte sie die unvermeidliche Frage. Und natürlich hatte er nicht dran gedacht, statt dessen meinte er beiläufig: "Wieso? - Du nimmst doch die Pille?!"
Eine kurze Diskussion entbrannte, in der sie eher widerwillig darüber aufklärte, dass es ja nicht nur um ungewollte Schwangerschaft ginge, sondern eben um die Tatsache, dass vermutlich sie beide in den zurück liegenden Jahren nicht völlig abstinent und wider jeder Versuchung gelebt hatten. Er lenkte ein, es blieb ihm nichts weiter übrig. Unvollendet blieb der Akt. Oder um es mit ihren Worten zu sagen: Er ging mit latte to go. :D
P. S. Die Geschichte kann ich nur deshalb so sachlich und nüchtern wiedergeben, weil es tatsächlich nicht meine eigene ist, sondern ich sie mit freundlicher Genehmigung der Erzählerin hier veröffentlichen darf.
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Donnerstag, 6. Mai 2010
Mittwoch, 21. April 2010
Neverending-Story/3
...Einige Monate später.
Der Kontakt nach diesem Desaster-Abend war nie mehr ganz abgerissen. Zunächst belangloser schriftlicher Dialog, der stetig an Inhalt gewann und eben wieder diese Aufgeregtheit hervorrief, die nur ganz entschieden wenige Leute wecken können. Keine Zweideutigkeiten, kein Herumgeflachse, nur ein bissel Flirt, doch er war präsent.
Etliche Monate verliefen im gleichmäßigen Trott. Einige neue Bekanntschaften (Dates) sorgten für ein wenig Zerstreuung und Abstand, doch im Hinterkopf war immer noch dieser eine Name. Die letzte innige Zweisamkeit, entstanden durch Fortsetzung eines Dates, lag nun auch schon knapp sechs Monate zurück. Die Durststrecke war eindeutig zu lang und Abhilfe musste dringend her. Ja, notfalls auch mit ihm. Seine Freundin hatte es für längere Zeit ins Ausland verschlagen und sie war frei in ihrer Entscheidung. So kam es, dass eine erneute Annäherung zustande kam. Er meldete sich regelmäßiger, war online, wenn die Aussicht bestand, dass auch sie im Netz tätig sein könnte. Sie gingen zur gleichen Zeit ins Fitnessstudio, doch ansonsten war er auffällig zurück haltend. Er hatte bereits erwähnt, dass sie ihm alles andere als gleichgültig wäre, ja, sogar, dass sie ihm all die Jahre nicht aus dem Kopf gegangen war. Doch den erwarteten und erhofften Zuspruch konnte sie ihm nicht geben und stand dieses zwischen ihnen.
Hin- und hergerissen von der eigenen Unsicherheit und dem vermeintlichen Wissen, er könne unmöglich der Richtige für sie sein, stellte sie ihn auf eine harte Probe. Doch warum war er fest verbandelt, wenn er doch zur gleichen Zeit innige Zuneigung zu einer Anderen verspürt? Warum trennte er sich nicht von seiner langjährig andauernden Beziehung, sondern lebte diese statt dessen weiter? In dem Wissen, dass diese Beziehung niemals einen anderen Status erreichen würde? Wäre es nicht konsequent, diese zu beenden und damit zu zeigen, dass sein Herz frei ist bzw. nur für sie schlägt? Solche und ähnliche Fragen schürten die Unsicherheit ihrerseits zusätzlich und ließen sie immer wieder daran zweifeln, dass daraus jemals noch mal was werden konnte.
Sie verabredeten sich. Kurz vor dem Treffen sagte sie ab. Sie verabredeten sich erneut und wieder fiel ihr ein fadenscheiniger Grund ein, ihn nicht zu treffen. Ein Katz- und Mausspiel. Zermürbend für ihn ebenso wie für sie. Der Bauch sagte ja, das Herz vielleicht, aber der Kopf sagte nein. In einem solchen Zwiespalt sind rationale Entscheidungen einfach unmöglich. - Aber: aller guten Dinge sind drei. Und schließlich kam es doch noch dazu.
Das Geschreibsel war inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterging. Ein Gespräch war unausweichlich. Sich schriftlich auszudrücken und dabei das Risiko einzugehen, dass der andere die Worte vielleicht missverstehen würde, war zu hoch. Und so kam es, dass sie sich an einem Ort wiederfanden, der geschaffen ist für erste Dates, für romantische Spaziergänge zu zweit, für Aussprachen in grüner Kulisse: auf dem Oderdamm. Es waren vormals seine Worte, den direkten Austausch zu wagen, doch als sie sich endlich gegenüber standen, legte er sein schönstes schiefes Grinsen an den Tag und es kam.... nichts. Kein Wort, welches für Klarheit gesorgt hätte, kein Satz, der erklärte, was da passierte. Einfach nichts.
Der Kontakt nach diesem Desaster-Abend war nie mehr ganz abgerissen. Zunächst belangloser schriftlicher Dialog, der stetig an Inhalt gewann und eben wieder diese Aufgeregtheit hervorrief, die nur ganz entschieden wenige Leute wecken können. Keine Zweideutigkeiten, kein Herumgeflachse, nur ein bissel Flirt, doch er war präsent.
Etliche Monate verliefen im gleichmäßigen Trott. Einige neue Bekanntschaften (Dates) sorgten für ein wenig Zerstreuung und Abstand, doch im Hinterkopf war immer noch dieser eine Name. Die letzte innige Zweisamkeit, entstanden durch Fortsetzung eines Dates, lag nun auch schon knapp sechs Monate zurück. Die Durststrecke war eindeutig zu lang und Abhilfe musste dringend her. Ja, notfalls auch mit ihm. Seine Freundin hatte es für längere Zeit ins Ausland verschlagen und sie war frei in ihrer Entscheidung. So kam es, dass eine erneute Annäherung zustande kam. Er meldete sich regelmäßiger, war online, wenn die Aussicht bestand, dass auch sie im Netz tätig sein könnte. Sie gingen zur gleichen Zeit ins Fitnessstudio, doch ansonsten war er auffällig zurück haltend. Er hatte bereits erwähnt, dass sie ihm alles andere als gleichgültig wäre, ja, sogar, dass sie ihm all die Jahre nicht aus dem Kopf gegangen war. Doch den erwarteten und erhofften Zuspruch konnte sie ihm nicht geben und stand dieses zwischen ihnen.
Hin- und hergerissen von der eigenen Unsicherheit und dem vermeintlichen Wissen, er könne unmöglich der Richtige für sie sein, stellte sie ihn auf eine harte Probe. Doch warum war er fest verbandelt, wenn er doch zur gleichen Zeit innige Zuneigung zu einer Anderen verspürt? Warum trennte er sich nicht von seiner langjährig andauernden Beziehung, sondern lebte diese statt dessen weiter? In dem Wissen, dass diese Beziehung niemals einen anderen Status erreichen würde? Wäre es nicht konsequent, diese zu beenden und damit zu zeigen, dass sein Herz frei ist bzw. nur für sie schlägt? Solche und ähnliche Fragen schürten die Unsicherheit ihrerseits zusätzlich und ließen sie immer wieder daran zweifeln, dass daraus jemals noch mal was werden konnte.
Sie verabredeten sich. Kurz vor dem Treffen sagte sie ab. Sie verabredeten sich erneut und wieder fiel ihr ein fadenscheiniger Grund ein, ihn nicht zu treffen. Ein Katz- und Mausspiel. Zermürbend für ihn ebenso wie für sie. Der Bauch sagte ja, das Herz vielleicht, aber der Kopf sagte nein. In einem solchen Zwiespalt sind rationale Entscheidungen einfach unmöglich. - Aber: aller guten Dinge sind drei. Und schließlich kam es doch noch dazu.
Das Geschreibsel war inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterging. Ein Gespräch war unausweichlich. Sich schriftlich auszudrücken und dabei das Risiko einzugehen, dass der andere die Worte vielleicht missverstehen würde, war zu hoch. Und so kam es, dass sie sich an einem Ort wiederfanden, der geschaffen ist für erste Dates, für romantische Spaziergänge zu zweit, für Aussprachen in grüner Kulisse: auf dem Oderdamm. Es waren vormals seine Worte, den direkten Austausch zu wagen, doch als sie sich endlich gegenüber standen, legte er sein schönstes schiefes Grinsen an den Tag und es kam.... nichts. Kein Wort, welches für Klarheit gesorgt hätte, kein Satz, der erklärte, was da passierte. Einfach nichts.
Mittwoch, 14. April 2010
Neverending-Story/2
...Ließen es bleiben? - Nicht ganz.
Nach ausgiebigem Schriftwechsel via Internet, welcher für Verwirrung und heiteres was-könnte-er-mit-diesem-Ausspruch-gemeint-haben Raten einher ging, folgte eines Tages auf Umwegen und schwer entzifferbaren Worten die Enthüllung des Jahres. Er dachte noch immer oft und gern an sie, war im Zwiespalt der Gefühle gefangen; einerseits loyal gegenüber seiner bis heute andauernden Partnerschaft, andererseits von zärtlicher Gesinnung geprägt, wenn er an Sie dachte. Das war to much. Der Kontakt brach erneut abrupt ab.
Statt nun ebenfalls stundenlang vor ihrer Haustür zu verharren, was im übrigen auch ziemliche Zeitverschwendung gewesen wäre, da sie alles andere als ein typischer Stubenhocker ist, der sämtliche freie Zeit ausschließlich in den eigenen vier Wänden verbringt und es lieber vorzieht, die große, bunte, wilde Welt da draußen zu erkunden, graste er einige Zeit später ein Network nach dem anderen ab. Sämtliche Versuche, sie aufzuspüren, zusammen genommen, müssen eine hundertprozentige Trefferquote ergeben haben, denn dank iPhone und Co. ist eine virtuelle Paralellexistenz nicht nur denkbar, sondern eher würde ich behaupten, dass die hier betroffene junge Frau diese (meine?) Wortschöpfung verursacht hat. ;)
Ist das ein klassischer Rollentausch, wenn man nun feststellt, dass nicht mehr länger sie diejenige war, die ihm nachstellte, sondern er einen Versuch nach dem anderen unternahm, um einen Bruchteil ihrer Aufmerksamkeit zu erregen? Etliche Versuche scheiterten, doch standen sie sich im letzten Jahr unvermittelt bei einem gut besuchten Volksfest gegenüber und da war es wieder: die Aufregung, ein Ansatz von Hysterie beim Aussprechen seines Namens, umherschweifende Blicke, um festzustellen, wer ihn an diesem Abend begleitete und: GsD keine Freundin weit und breit in Sicht.
Nach halbstündigem, intensiven Auf-Sie-Einreden schlenderte sie endlich gemächlich und ziemlich lässig zu ihm herüber, in der Absicht, ihm endlich mal wieder Auge in Auge gegenüber zu stehen. Ich konnte nix dafür, diese einträchtige Szene musste bildhaft festgehalten werden. Ich knipste mehrere Fotos, um wenigstens ein brauchbares vorzuweisen, als sie später wieder zu uns gesellte. Aufgeregt und hibbelig beschreibt ihren Gemütszustand nach ihrer Rückkehr am besten und jedes zweite Wort - mindestens- war sein Name. Keine große Überraschung, nur die Tatsache, dass zwischen der Aufregung auch jedes mal latente Wut mitschwang, ist in diesem Zusammenhang durchaus erwähnenswert.
Nein, ich erwähne jetzt nicht die Begebenheit, wie wir uns mitten am Tage vor seiner Haustür postierten (ja, inzwischen war ich Mittäter, angestiftet sozusagen), wo wir beinahe von einer gut bekannten Nachbarin erwischt worden wären, die Autospiegel an Autospiegel an uns vorbeifuhr und ich mich auf dem Beifahrersitz wegduckte, um nicht erkannt zu werden. Ebenso wenig, die unzähligen sms, die aus Versehen an den Samstagabende versendet wurden, in der Hoffnung, er würde vielleicht doch noch in der Disco auftauchen oder wäre vielleicht schon da, aber stand unerkannt in der falschen Ecke. Ich berichte natürlich auch nicht, dass er plötzlich ebenfalls Mitglied unseres Fitness-Studios war, wo er locker-lässig seine dicken Muskelpakete spielen ließ, es aber niemals möglich war, dass die beiden ein vernünftiges Gespräch auf die Reihe bekamen, ja meist nicht mal ein ungezwungener Gruß möglich war, weil beide wie Tom und Jerry umeinander herumschlichen, aneinander vorbeisahen, vortäuschten, in intensive Gespräche verwickelt zu sein...
Ok und irgendwann war es dann endlich soweit: Sie trafen sich. Ein Date, klar gemacht um klar zu sehen. Was folgte, war dann Rumgedruckse und Rumgestammel, peinliches Schweigen, weil niemand DAS Thema ansprechen wollte, aber insgeheim darauf wartete, dass der andere das tun würde und schließlich ein frustrierter Abschied, weil der Abend bei einer mitgebrachten Flasche Rotwein eindeutig anders verlaufen sollte.
Fortsetzung folgt (wieder mal)
Nach ausgiebigem Schriftwechsel via Internet, welcher für Verwirrung und heiteres was-könnte-er-mit-diesem-Ausspruch-gemeint-haben Raten einher ging, folgte eines Tages auf Umwegen und schwer entzifferbaren Worten die Enthüllung des Jahres. Er dachte noch immer oft und gern an sie, war im Zwiespalt der Gefühle gefangen; einerseits loyal gegenüber seiner bis heute andauernden Partnerschaft, andererseits von zärtlicher Gesinnung geprägt, wenn er an Sie dachte. Das war to much. Der Kontakt brach erneut abrupt ab.
Statt nun ebenfalls stundenlang vor ihrer Haustür zu verharren, was im übrigen auch ziemliche Zeitverschwendung gewesen wäre, da sie alles andere als ein typischer Stubenhocker ist, der sämtliche freie Zeit ausschließlich in den eigenen vier Wänden verbringt und es lieber vorzieht, die große, bunte, wilde Welt da draußen zu erkunden, graste er einige Zeit später ein Network nach dem anderen ab. Sämtliche Versuche, sie aufzuspüren, zusammen genommen, müssen eine hundertprozentige Trefferquote ergeben haben, denn dank iPhone und Co. ist eine virtuelle Paralellexistenz nicht nur denkbar, sondern eher würde ich behaupten, dass die hier betroffene junge Frau diese (meine?) Wortschöpfung verursacht hat. ;)
Ist das ein klassischer Rollentausch, wenn man nun feststellt, dass nicht mehr länger sie diejenige war, die ihm nachstellte, sondern er einen Versuch nach dem anderen unternahm, um einen Bruchteil ihrer Aufmerksamkeit zu erregen? Etliche Versuche scheiterten, doch standen sie sich im letzten Jahr unvermittelt bei einem gut besuchten Volksfest gegenüber und da war es wieder: die Aufregung, ein Ansatz von Hysterie beim Aussprechen seines Namens, umherschweifende Blicke, um festzustellen, wer ihn an diesem Abend begleitete und: GsD keine Freundin weit und breit in Sicht.
Nach halbstündigem, intensiven Auf-Sie-Einreden schlenderte sie endlich gemächlich und ziemlich lässig zu ihm herüber, in der Absicht, ihm endlich mal wieder Auge in Auge gegenüber zu stehen. Ich konnte nix dafür, diese einträchtige Szene musste bildhaft festgehalten werden. Ich knipste mehrere Fotos, um wenigstens ein brauchbares vorzuweisen, als sie später wieder zu uns gesellte. Aufgeregt und hibbelig beschreibt ihren Gemütszustand nach ihrer Rückkehr am besten und jedes zweite Wort - mindestens- war sein Name. Keine große Überraschung, nur die Tatsache, dass zwischen der Aufregung auch jedes mal latente Wut mitschwang, ist in diesem Zusammenhang durchaus erwähnenswert.
Nein, ich erwähne jetzt nicht die Begebenheit, wie wir uns mitten am Tage vor seiner Haustür postierten (ja, inzwischen war ich Mittäter, angestiftet sozusagen), wo wir beinahe von einer gut bekannten Nachbarin erwischt worden wären, die Autospiegel an Autospiegel an uns vorbeifuhr und ich mich auf dem Beifahrersitz wegduckte, um nicht erkannt zu werden. Ebenso wenig, die unzähligen sms, die aus Versehen an den Samstagabende versendet wurden, in der Hoffnung, er würde vielleicht doch noch in der Disco auftauchen oder wäre vielleicht schon da, aber stand unerkannt in der falschen Ecke. Ich berichte natürlich auch nicht, dass er plötzlich ebenfalls Mitglied unseres Fitness-Studios war, wo er locker-lässig seine dicken Muskelpakete spielen ließ, es aber niemals möglich war, dass die beiden ein vernünftiges Gespräch auf die Reihe bekamen, ja meist nicht mal ein ungezwungener Gruß möglich war, weil beide wie Tom und Jerry umeinander herumschlichen, aneinander vorbeisahen, vortäuschten, in intensive Gespräche verwickelt zu sein...
Ok und irgendwann war es dann endlich soweit: Sie trafen sich. Ein Date, klar gemacht um klar zu sehen. Was folgte, war dann Rumgedruckse und Rumgestammel, peinliches Schweigen, weil niemand DAS Thema ansprechen wollte, aber insgeheim darauf wartete, dass der andere das tun würde und schließlich ein frustrierter Abschied, weil der Abend bei einer mitgebrachten Flasche Rotwein eindeutig anders verlaufen sollte.
Fortsetzung folgt (wieder mal)
Montag, 12. April 2010
Neverending-Story/1
Fremde Geschichten sind ja viel spannender! Und erzählen sich viel besser, denn man muss kein Blatt vor den Mund nehmen - es weiß ja eh niemand, von wem die Rede ist. :D
In dem Fall trifft die eben genannte Aussage nicht ganz zu, denn diese Geschichte verfolge ich inzwischen schon knapp zehn Jahre. Und das ist die langatmigste, interessanteste, explosivste neverending-story ever.
Vor zehn Jahren hörte ich diesen Namen zum allerersten Mal. Chr. Nee, das war nicht der aktuelle Freund oder frisch Verflossene. Die Geschichte war längst durch eine silvesternächtliche sms ihrerseits mit den Worten: "Du bist raus." jäh und unwirsch beendet worden. Kurz und knackig.
Ein anderer junger Mann war inzwischen der Partner an ihrer Seite. Doch schaffte er es nicht, das Namensduell zu gewinnen. Also derjenige zu sein, dessen Name öfter fiel oder sie zumindest gleichermaßen zu beeindrucken, wie Chr es zuvor und immer noch tat.
Wohlgemerkt: Sie war diejenige, die die Liaison beendete. Und trotzdem scheute sie keine Zeit und keine Mühen, minutiös nachzuverfolgen, welche Schritte der Gehörnte tat und wie er fortan seine Freizeit zu verbringen pflegte und vor allem mit wem. Wäre das Internet zur damaligen Zeit ebenso integriert in den Tagesablauf und die Selbstdarstellung im Netz so fortschrittlich (web 2.0) und selbstverständlich wie heute, hätte er ihr viele Mühen gespart. Denn mit der guten alten Methode, stundenlang vom eigenen Auto aus die Haustür, den Balkon und das Fenster zu beobachten, erwies sich regelmäßig als echte Herausforderung und Freizeit füllende Detektivarbeit. Später gar musste ein fremdes Fahrzeug her, damit die Tarnung standhielt und die Beschattung dem Ahnungslosen nicht zufällig auffiel.
Das Interesse flaute im Lauf der Jahre ein wenig ab und zur Zeit des neuen Partners vor gut vier Jahren fiel sein Name auf Rang 2 ihrer persönlichen Wortschatz-Charts zurück. Aber ein unbedachtes Wort, ein Erinnerungsfetzen oder gar ein zufälliges Wiedersehen ließ das loderne Flämmchen wieder und wieder geschwind zu einem Flächenbrand ausbreiten.
Im letzten Jahr schließlich, sie Single, er seit sechs Jahren in festen Händen, fanden sie sich auf einer virtuellen Plattform wieder, näherten sich vorsichtig an und........... ließen es wieder bleiben.
Fortsetzung folgt! Garantiert. ;)
In dem Fall trifft die eben genannte Aussage nicht ganz zu, denn diese Geschichte verfolge ich inzwischen schon knapp zehn Jahre. Und das ist die langatmigste, interessanteste, explosivste neverending-story ever.
Vor zehn Jahren hörte ich diesen Namen zum allerersten Mal. Chr. Nee, das war nicht der aktuelle Freund oder frisch Verflossene. Die Geschichte war längst durch eine silvesternächtliche sms ihrerseits mit den Worten: "Du bist raus." jäh und unwirsch beendet worden. Kurz und knackig.
Ein anderer junger Mann war inzwischen der Partner an ihrer Seite. Doch schaffte er es nicht, das Namensduell zu gewinnen. Also derjenige zu sein, dessen Name öfter fiel oder sie zumindest gleichermaßen zu beeindrucken, wie Chr es zuvor und immer noch tat.
Wohlgemerkt: Sie war diejenige, die die Liaison beendete. Und trotzdem scheute sie keine Zeit und keine Mühen, minutiös nachzuverfolgen, welche Schritte der Gehörnte tat und wie er fortan seine Freizeit zu verbringen pflegte und vor allem mit wem. Wäre das Internet zur damaligen Zeit ebenso integriert in den Tagesablauf und die Selbstdarstellung im Netz so fortschrittlich (web 2.0) und selbstverständlich wie heute, hätte er ihr viele Mühen gespart. Denn mit der guten alten Methode, stundenlang vom eigenen Auto aus die Haustür, den Balkon und das Fenster zu beobachten, erwies sich regelmäßig als echte Herausforderung und Freizeit füllende Detektivarbeit. Später gar musste ein fremdes Fahrzeug her, damit die Tarnung standhielt und die Beschattung dem Ahnungslosen nicht zufällig auffiel.
Das Interesse flaute im Lauf der Jahre ein wenig ab und zur Zeit des neuen Partners vor gut vier Jahren fiel sein Name auf Rang 2 ihrer persönlichen Wortschatz-Charts zurück. Aber ein unbedachtes Wort, ein Erinnerungsfetzen oder gar ein zufälliges Wiedersehen ließ das loderne Flämmchen wieder und wieder geschwind zu einem Flächenbrand ausbreiten.
Im letzten Jahr schließlich, sie Single, er seit sechs Jahren in festen Händen, fanden sie sich auf einer virtuellen Plattform wieder, näherten sich vorsichtig an und........... ließen es wieder bleiben.
Fortsetzung folgt! Garantiert. ;)
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