Es gibt Tage, Wochen, in denen passiert rein gar nix. Und dann gibt es manchmal Momente, da passiert ebenfalls nix, aber ich teils trotzdem mit. So wie heute ungefähr. Naja, ganz stimmt das ja so nicht. Ich hatte heute - kaum zu glauben - einen ganz besonderen Höhepunkt! Kein Eisbecher oder ähnliches, das wär ja jetzt blöd, das extra zu erwähnen. ;)
Dabei fing der Tag so blöd an. Aufstehen nach dem nervigen dritten Wecker klingeln, arbeiten, Feierabend. Klingt ziemlich unspektakulär. Also rein ins Auto, bei milden, frühlingshaften Temperaturen gemächlich zum Zielort gefahren, kurzer Zwischenstopp und ..... weiter gings.
Die Straßen waren frei. Kein Krümel Schnee war weit und breit zu sehen. Die Musik drehte ich erst nach dem Aufheulen des Motors voll auf. Ich liebe dieses Geräusch. Hui, und dann rauf auf die Autobahn. Schnell fahren ist wie fliegen. Nur viel besser, weil die Kontrolle über das Gefährt bei einem selbst liegt. Herrlich, das Vibrieren des Lenkrads unter den Händen zu spüren. Die Kraft des Motors überträgt sich förmlich auf den Fahrer. Die Konzentration steigt trotz ohrenbetäubenden Lärms. Das zuckende Lenkrad fest im Griff verschwimmt der Fahrbahnrand zu einem einheitlichen grauen Nichts. Übrig bleibt ein schmaler Tunnel. Aufregend und atemberaubend trotzt das kraftvolle Fahrzeug jeder Kurve und nimmt sie mit Gelassenheit und schnöder Eleganz.
Mit jedem Quentchen Geschwindigkeitssteigerung lässt die Anspannung nach. Kilometer um Kilometer, Akkord um Akkord, Gedanke um Gedanke. Endlich: der Kopf ist leer! Was bleibt, ist ein Gefühl unendlicher Erleichterung, Freude und Glückseligkeit!
Oje oje, wie gefährlich und riskant und unvernünftig!! Aber Moment mal: was ist schlimmer? Ganz hypothetisch gesehen einmal ungeschützten (Geschlechts)verkehr haben, vielleicht gar ohne Höhepunkt, unwissentlich und völlig unbemerkt mit einer der zahlreichen Geschlechtskrankheiten anstecken lassen, um Jahre später erst blind, dann taub und dann völlig meschugge werden und letztlich elendig dahin zu siechen?
Lieber zügig Auto fahren. ;)
Und nun gibts noch ein Eis. :D
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Freitag, 7. Januar 2011
Donnerstag, 6. Januar 2011
Die virtuelle Visitenkarte
Also ok, ich gebs zu: ich bin chronischer Profilspanner. Wenn mich die große Langeweile plagt, ich aber partout keine Lust habe, irgendetwas sinnvolles zu tun, klick ich mich durch unzählige Profile. Ob männlich oder weiblich, spielt dabei nicht so eine große Rolle. Nur der Altersrahmen ist nicht allzu großzügig bemessen. Was interessiert mich denn, was Oma Erna aus Buxtehude treibt? Eben. Oma Erna bleibt außen vor.
Und - nun ja - wie soll ichs freundlich ausdrücken? Die meisten Selbstdarstellungen im Netz sind irgendwie kacke. Zu grell, zu bunt, zu doof. Da wird einem schon ein Medium gestellt, etwas Raum, um sich selbst zu präsentieren und dann immer der gleiche Mist. :(
Los gehts mit Sprüchen und Sprichwörtern. Je nach subjektiver Selbsteinschätzung des eigenen Intellekts findet sich hier eine reiche Palette an Lebensweisheiten. Besonders schlau finde ich Sprüche wie: Single - weil die Auswahl einfach scheiße ist. Prima! :/ Auch das wilde Kopieren fremder Zitate und Sprichwörter ist wenig originell. Jedenfalls sobald man die selben Texte zum gefühlten tausendsten Mal gelesen oder zumindest überflogen hat. Laaaaaaaaaaaaaangweilig!
Andere wiederum machen sich gar nicht so viel Mühe. Sie suchen sich stattdessen furchtbar glitzernde Bildchen aus den Untiefen des Webs, um sie unübersehbar auf ihre Seite zu setzen. Ob das urheberrechtlich immer so einwandfrei ist, sei mal völlig dahin gestellt. Auf jeden Fall ist's ziemlich einfältig, wo doch der Begrüßungstext in Onlineprofilen der Selbstdarstellung dient und dort nicht mehr als ein dämlich grinsender Blinketeddy prangt. Und außerdem fördert das Augenkrebs. Ganz bestimmt!
Auch doof sind schlecht kopierte Links zu anderen Seiten, vorzugsweise zu Musikvideos bei youtube. Und wer sich etwas von der grauen Masse abheben möchte, entscheidet sich vielleicht lieber für einen Konkurrenzanbieter. Das Ergebnis ist dasselbe: Musikgeschmack ist völlig individuell. Wer bitteschön klickt sich denn durch die gelinkten Seiten? Mir jedenfalls fehlt der Nerv dafür, zumal ja selten anhand der url erkennbar ist, was genau sich hinter dem Link verbirgt. Also auch irgendwie durchgefallen.
Dann gibts da noch die ganz Mutigen. Mutig deshalb, weil sie trotz angenommener Legasthenie sich nicht scheuen, das persönliche Wort an den Besucher zu richten. Und oje; da bin ich empfindlich! Ich habe Verständnis dafür, wenn jemand die Großschreib-Taste nicht findet und der Text gleichmäßig in kleinen Buchstaben geschrieben steht. Ebenso kann ich verkraften, wenn die Interpunktion nicht hundertprozentig hinhaut. Es ist schon ziemlich schwierig zu entscheiden, wo nun ein Komma steht, wohin besser ein Semikolon gehört oder dass ein Satz, sofern es sich nicht um eine Frage oder Aufforderung handelt, mit einem trivialen Punkt endet. Aber wow: mindestens Wörter, die sich schreiben, wie sie gesprochen werden, können doch fehlerfrei getippt werden oder? Und ist es denn zu viel verlangt, sich den selbst verfassten Beitrag noch mal durchzulesen und auf Inhalt, Ausdruck und Schlüssigkeit zu prüfen, bevor man ihn seinen Lesern zumutet?
Die letzte der hier zu erwähnenden Gruppe kann sich der oben genannten kratzbürstigen Kritik fein entziehen; es gibt weder was zu Lesen noch zu Kucken oder zu Hören. Es herrscht gähnende Leere auf dem ganz persönlichen Aushängeschild. Soll das geheimnisvoll wirken, Zurückhaltung signalisieren oder Raum für eigene Interpretationen geben? Weder noch, das ist ist schlicht und einfach nichts sagend.
Und wie gehts besser?
Ganz einfach. Mal kurz oder etwas länger darüber nachdenken, was man seinen Besuchern preisgeben und mitteilen möchte. Und das (wenn nötig mit Rechtschreibprüfung) in eigene Worte fassen. Auf einer Plattform heißt es Begrüßungstext, auf einer anderen vielleicht Statement. Das spielt keine Rolle. Wichtig jedoch ist, dass der erste Eindruck zählt und bei geschätzten 10 Milliarden anderen Profilen, durch die sich der erprobte Nutzer klickt, bleibt nur hängen, was individuell und einmalig ist.
Und - nun ja - wie soll ichs freundlich ausdrücken? Die meisten Selbstdarstellungen im Netz sind irgendwie kacke. Zu grell, zu bunt, zu doof. Da wird einem schon ein Medium gestellt, etwas Raum, um sich selbst zu präsentieren und dann immer der gleiche Mist. :(
Los gehts mit Sprüchen und Sprichwörtern. Je nach subjektiver Selbsteinschätzung des eigenen Intellekts findet sich hier eine reiche Palette an Lebensweisheiten. Besonders schlau finde ich Sprüche wie: Single - weil die Auswahl einfach scheiße ist. Prima! :/ Auch das wilde Kopieren fremder Zitate und Sprichwörter ist wenig originell. Jedenfalls sobald man die selben Texte zum gefühlten tausendsten Mal gelesen oder zumindest überflogen hat. Laaaaaaaaaaaaaangweilig!
Andere wiederum machen sich gar nicht so viel Mühe. Sie suchen sich stattdessen furchtbar glitzernde Bildchen aus den Untiefen des Webs, um sie unübersehbar auf ihre Seite zu setzen. Ob das urheberrechtlich immer so einwandfrei ist, sei mal völlig dahin gestellt. Auf jeden Fall ist's ziemlich einfältig, wo doch der Begrüßungstext in Onlineprofilen der Selbstdarstellung dient und dort nicht mehr als ein dämlich grinsender Blinketeddy prangt. Und außerdem fördert das Augenkrebs. Ganz bestimmt!
Auch doof sind schlecht kopierte Links zu anderen Seiten, vorzugsweise zu Musikvideos bei youtube. Und wer sich etwas von der grauen Masse abheben möchte, entscheidet sich vielleicht lieber für einen Konkurrenzanbieter. Das Ergebnis ist dasselbe: Musikgeschmack ist völlig individuell. Wer bitteschön klickt sich denn durch die gelinkten Seiten? Mir jedenfalls fehlt der Nerv dafür, zumal ja selten anhand der url erkennbar ist, was genau sich hinter dem Link verbirgt. Also auch irgendwie durchgefallen.
Dann gibts da noch die ganz Mutigen. Mutig deshalb, weil sie trotz angenommener Legasthenie sich nicht scheuen, das persönliche Wort an den Besucher zu richten. Und oje; da bin ich empfindlich! Ich habe Verständnis dafür, wenn jemand die Großschreib-Taste nicht findet und der Text gleichmäßig in kleinen Buchstaben geschrieben steht. Ebenso kann ich verkraften, wenn die Interpunktion nicht hundertprozentig hinhaut. Es ist schon ziemlich schwierig zu entscheiden, wo nun ein Komma steht, wohin besser ein Semikolon gehört oder dass ein Satz, sofern es sich nicht um eine Frage oder Aufforderung handelt, mit einem trivialen Punkt endet. Aber wow: mindestens Wörter, die sich schreiben, wie sie gesprochen werden, können doch fehlerfrei getippt werden oder? Und ist es denn zu viel verlangt, sich den selbst verfassten Beitrag noch mal durchzulesen und auf Inhalt, Ausdruck und Schlüssigkeit zu prüfen, bevor man ihn seinen Lesern zumutet?
Die letzte der hier zu erwähnenden Gruppe kann sich der oben genannten kratzbürstigen Kritik fein entziehen; es gibt weder was zu Lesen noch zu Kucken oder zu Hören. Es herrscht gähnende Leere auf dem ganz persönlichen Aushängeschild. Soll das geheimnisvoll wirken, Zurückhaltung signalisieren oder Raum für eigene Interpretationen geben? Weder noch, das ist ist schlicht und einfach nichts sagend.
Und wie gehts besser?
Ganz einfach. Mal kurz oder etwas länger darüber nachdenken, was man seinen Besuchern preisgeben und mitteilen möchte. Und das (wenn nötig mit Rechtschreibprüfung) in eigene Worte fassen. Auf einer Plattform heißt es Begrüßungstext, auf einer anderen vielleicht Statement. Das spielt keine Rolle. Wichtig jedoch ist, dass der erste Eindruck zählt und bei geschätzten 10 Milliarden anderen Profilen, durch die sich der erprobte Nutzer klickt, bleibt nur hängen, was individuell und einmalig ist.
Dienstag, 4. Januar 2011
Dirrrrrty
Heute gibts mal ein anderes Thema. Zugegebenermaßen etwas anstößig. Also schnell wegklicken und stattdessen lieber die Tageszeitung lesen? Ist ja nur so ein Angebot.
Bei meinen gewohnheitsmäßig umfangreichen Recherchen im weltweiten Netz bin ich versehentlich öfter mal auf einer Seite gelandet. Nein, eher wars umgekehrt: Diese Seite sucht mich heim! In unregelmäßigen Abständen öffnet sich, trotz eindringlicher Aktivierung von pop-up-Blocker und Co., ein extra Fenster. Und der Anblick, der sich einem bietet, impliziert dem Betrachter, dass es sich trotz signifikanter websiten-Bezeichnung weder um das Waschen schmutziger Wäsche noch um Schlamm-Catchen weiblicher Streithennen handelt.
Nee, der Inhalt ist viel profaner - und subtiler zugleich. Augenscheinlich besteht diese (und ähnliche) Seite(n) aus einer Sammlung von Offerten zur Kommunikation und gegenseitigem Kennenlernen Gleichgesinnter. Und das es sich dabei garantiert nicht um gelegentliche Lesestunden oder Debattierclubs zu wirtschaftspolitischen Themen handelt, zeigen die sehr freizügigen Bilder sowie eine übersichtliche Auswahl an Vorschauprofilen, in denen ganz konkret nachgelesen kann, was Mann bzw. Frau sucht. Oh oh.
Meine Neugierde hätte damit befriedigt sein können und somit wäre das Thema abgehakt und vergessen. Aber nee, das wäre ja nur die halbe Wahrheit gewesen, also hab ich mich mal wieder geopfert, forschte weiter und meldete mich wider meines Verstandes kurzerhand dort an. Ein fadenscheiniges Profil mit einem account-Namen, der keinerlei Rückschlüsse auf meine wahre Identität preisgibt und schon war ich drin. Ich war nun Mitglied dieser fragwürdigen Community.
Was mich hierbei vornehmlich interessierte, war die Tatsache, dass neben spezieller Vorlieben, auf die ich hier lieber nicht näher eingehen möchte, ganz konkret nach PLZ gesucht werden kann. Ich klickte mich also halb gelangweilt - es ist ja doch immer dasselbe, halb angewidert, dass sind doch Leute wie du undich - durch die Profile und die sich aufdrängenden Erkenntnisse waren selbst für mich einigermaßen schockierend: Nicht die erste Vermutung, dass hier nach gelegentlichen Beischlafpartnern zur Befriedigung ureigenster Triebe gesucht wird, traf zu, sondern eher geht es darum, mit den feilgebotenen Bildern und Filmchen vorgeblicher Amateure Geld zu verdienen. Und besser noch: Die Angebotspalette erweitert sich je nach Belieben und Tiefe des zu stopfenden Loches in der Haushaltskasse um Chat und/oder livecam. Selbstverständlich gegen ein geringes Entgelt. Zu billig solls ja nun nicht unbedingt sein. Ich hatte den wahren Grund der Existenz dieser Plattform für mich offenbart: Das ist also ein online Bordell für Jedermann. Kann ja nicht peinlich oder anstößig sein, wenn sich dort rund eine halbe Million mehr oder weniger aktiver Mitglieder tummeln.
Den Punkt zum Löschen des accounts habe ich dann per FAQ's gefunden und sogleich vollzogen. Das war vor einigen Monaten. Doch gestern bin ich rein zufällig - und nein, ich surfe nicht auf verruchten Seiten herum! - wieder auf diese Plattform für Erwachsene gestoßen. Wieder ein, zwei Klicks und dann eine weitere gruselige Feststellung: Allein die Suche und Anzeige von Profilen inkl. ausgefüllter Steckbriefe und Bildergalerien sind gar für Nicht-Angemeldete frei zugänglich. (Ich hab bewusst auf die Verlinkung zu dieser Seite verzichtet). Das heißt, die unauffällige, bieder scheinende Nachbarin lässt sich mit relativ geringem Aufwand völlig inkognito lokalisieren!! Ohne Umstände erfährt der geduldige Durch-die-unzähligen-Profile-Klicker, welchen Schmuck den X zieren, welche Körbchengröße und schlimmer noch wie lang und umfänglich das beste (???) Stück des gezeigten Herrn ist und dass Y am meisten auf die Erstausstattung werdender Eltern abfährt - und zwar nicht, weil er vorhat, eine kleine süße Familie zu gründen, sondern Pampers und Co. stattdessen selbst zu konsumieren pflegt.
Bäh, das Bild des 150 kg schweren Windelpupsers muss ich erst mal wieder aus dem Kopf bekommen.
Bei meinen gewohnheitsmäßig umfangreichen Recherchen im weltweiten Netz bin ich versehentlich öfter mal auf einer Seite gelandet. Nein, eher wars umgekehrt: Diese Seite sucht mich heim! In unregelmäßigen Abständen öffnet sich, trotz eindringlicher Aktivierung von pop-up-Blocker und Co., ein extra Fenster. Und der Anblick, der sich einem bietet, impliziert dem Betrachter, dass es sich trotz signifikanter websiten-Bezeichnung weder um das Waschen schmutziger Wäsche noch um Schlamm-Catchen weiblicher Streithennen handelt.
Nee, der Inhalt ist viel profaner - und subtiler zugleich. Augenscheinlich besteht diese (und ähnliche) Seite(n) aus einer Sammlung von Offerten zur Kommunikation und gegenseitigem Kennenlernen Gleichgesinnter. Und das es sich dabei garantiert nicht um gelegentliche Lesestunden oder Debattierclubs zu wirtschaftspolitischen Themen handelt, zeigen die sehr freizügigen Bilder sowie eine übersichtliche Auswahl an Vorschauprofilen, in denen ganz konkret nachgelesen kann, was Mann bzw. Frau sucht. Oh oh.
Meine Neugierde hätte damit befriedigt sein können und somit wäre das Thema abgehakt und vergessen. Aber nee, das wäre ja nur die halbe Wahrheit gewesen, also hab ich mich mal wieder geopfert, forschte weiter und meldete mich wider meines Verstandes kurzerhand dort an. Ein fadenscheiniges Profil mit einem account-Namen, der keinerlei Rückschlüsse auf meine wahre Identität preisgibt und schon war ich drin. Ich war nun Mitglied dieser fragwürdigen Community.
Was mich hierbei vornehmlich interessierte, war die Tatsache, dass neben spezieller Vorlieben, auf die ich hier lieber nicht näher eingehen möchte, ganz konkret nach PLZ gesucht werden kann. Ich klickte mich also halb gelangweilt - es ist ja doch immer dasselbe, halb angewidert, dass sind doch Leute wie du und
Den Punkt zum Löschen des accounts habe ich dann per FAQ's gefunden und sogleich vollzogen. Das war vor einigen Monaten. Doch gestern bin ich rein zufällig - und nein, ich surfe nicht auf verruchten Seiten herum! - wieder auf diese Plattform für Erwachsene gestoßen. Wieder ein, zwei Klicks und dann eine weitere gruselige Feststellung: Allein die Suche und Anzeige von Profilen inkl. ausgefüllter Steckbriefe und Bildergalerien sind gar für Nicht-Angemeldete frei zugänglich. (Ich hab bewusst auf die Verlinkung zu dieser Seite verzichtet). Das heißt, die unauffällige, bieder scheinende Nachbarin lässt sich mit relativ geringem Aufwand völlig inkognito lokalisieren!! Ohne Umstände erfährt der geduldige Durch-die-unzähligen-Profile-Klicker, welchen Schmuck den X zieren, welche Körbchengröße und schlimmer noch wie lang und umfänglich das beste (???) Stück des gezeigten Herrn ist und dass Y am meisten auf die Erstausstattung werdender Eltern abfährt - und zwar nicht, weil er vorhat, eine kleine süße Familie zu gründen, sondern Pampers und Co. stattdessen selbst zu konsumieren pflegt.
Bäh, das Bild des 150 kg schweren Windelpupsers muss ich erst mal wieder aus dem Kopf bekommen.
Samstag, 1. Januar 2011
Auf ein Neues...
Komisch. Heute ist gar nicht Sonntag. Aber ich habe trotzdem Mistlaune. Nicht einfach nur mürrisch und launisch sondern eher das klassische Sonntagssyndrom. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:
Beim morgendlichen Fußmarsch quer durch die Stadt - da ja erwartungsgemäß keine zahlungspflichtige Mitfahrgelegenheit zur Verfügung stand - hatte ich trotz Glätte und matschigen Wegen Zeit, um über das vergangene Jahr zu sinnieren. Und das Ergebnis sämtlicher Überlegungen entlang der taunassen Hauptstraßen war einigermaßen niederschmetternd. Die Misserfolge überwogen die günstigen Ereignisse und der Rest war ausgefüllt mit gähnender Leere. Autsch.
Nicht allzu fröhlich ging ich dann also in den frühen Morgenstunden schlafen, um nur wenige Stunden später halbwegs frisch und ausgeruht - und völlig katerlos, da dessen banale Grundlage fehlte - den ersten Tag im neuen Jahr zu begehen. Wow ein neues Jahr und ............... alles beim Alten. Dieselben Gewohnheiten, dieselbe Unlust überhaupt nur aufzustehen, derselbe Kaffee, die gleichen Unarten. Nichts hat sich verändert.
Da schlechte Laune bekanntlich destruktiv ist und zudem nicht unbedingt positive Erlebnisse fördert, führte kein Weg daran vorbei, den suboptimalen Gemütszustand durch Entgegenwirken auszugleichen. Beinahe wäre dies auch gelungen. Eine Aufgabe (aufstehen, anziehen, losgehen) gepaart mit dem Besuch einer vertrauten Lokalität (Lieblingsitaliener) zum Genuß des Höhepunkts schlechthin (riesengroßer Eisbecher) ist doch immer wieder eine todsichere Methode der selbstverursachten Lethargie zu entfliehen.
Und das Fazit des heutigen Tages? - Ziele und Wünsche für die Zukunft sollten erreichbar, also mindestens in greifbarer Nähe sein, statt (weiterhin) ruh- und rastlos utopischen Idealvorstellungen nachzujagen.
In diesem Sinne....
Beim morgendlichen Fußmarsch quer durch die Stadt - da ja erwartungsgemäß keine zahlungspflichtige Mitfahrgelegenheit zur Verfügung stand - hatte ich trotz Glätte und matschigen Wegen Zeit, um über das vergangene Jahr zu sinnieren. Und das Ergebnis sämtlicher Überlegungen entlang der taunassen Hauptstraßen war einigermaßen niederschmetternd. Die Misserfolge überwogen die günstigen Ereignisse und der Rest war ausgefüllt mit gähnender Leere. Autsch.
Nicht allzu fröhlich ging ich dann also in den frühen Morgenstunden schlafen, um nur wenige Stunden später halbwegs frisch und ausgeruht - und völlig katerlos, da dessen banale Grundlage fehlte - den ersten Tag im neuen Jahr zu begehen. Wow ein neues Jahr und ............... alles beim Alten. Dieselben Gewohnheiten, dieselbe Unlust überhaupt nur aufzustehen, derselbe Kaffee, die gleichen Unarten. Nichts hat sich verändert.
Da schlechte Laune bekanntlich destruktiv ist und zudem nicht unbedingt positive Erlebnisse fördert, führte kein Weg daran vorbei, den suboptimalen Gemütszustand durch Entgegenwirken auszugleichen. Beinahe wäre dies auch gelungen. Eine Aufgabe (aufstehen, anziehen, losgehen) gepaart mit dem Besuch einer vertrauten Lokalität (Lieblingsitaliener) zum Genuß des Höhepunkts schlechthin (riesengroßer Eisbecher) ist doch immer wieder eine todsichere Methode der selbstverursachten Lethargie zu entfliehen.
Und das Fazit des heutigen Tages? - Ziele und Wünsche für die Zukunft sollten erreichbar, also mindestens in greifbarer Nähe sein, statt (weiterhin) ruh- und rastlos utopischen Idealvorstellungen nachzujagen.
In diesem Sinne....
Montag, 20. Dezember 2010
Weihnachtswahn
In Kürze kommt der Weihnachtsmann
wer hätts gedacht - die Zeit ist dran
Vorm Schlitten bibbern die Rentiere
die sich so langsam den Arsch abfrieren.
Rot sind auch schon ihre Nasen
und prall die glühweinvollen Blasen
Doch fürchte ich in diesem Jahr
steh ich mit leeren Händen da
Denn ganz gewiss, muss ich verkünden
war ich nicht gänzlich ohne Sünden.
Zorn - ums unumwunden zu sagen
kam schon mal vor in all letzten Tagen
Auch frei von Hochmut war ich nicht
auch wenns nun wirft ein schlechtes Licht.
Gar Wollust, Neid und Völlerei
waren so manches Mal dabei
Nun, mein lieber Weihnachtsmann
Was sagst du nun? Was steht jetzt an?
Mein Wunsch, das iPad, alter Greis
wird bald viel besser, wie jeder weiß
Drum gesteh ich mal ganz frei ein
Lass ich das Sünden gar nicht sein
Ich kaufs mir selbst, wenn ich's noch brauch'
die Tastatur dazu gleich auch!
Hab ich geschafft? Bin keine Gute?
Bescherst du mir die dicke Rute?
Genug getextet - keine Frage
wünsch Allen schöne Feiertage! :)
wer hätts gedacht - die Zeit ist dran
Vorm Schlitten bibbern die Rentiere
die sich so langsam den Arsch abfrieren.
Rot sind auch schon ihre Nasen
und prall die glühweinvollen Blasen
Doch fürchte ich in diesem Jahr
steh ich mit leeren Händen da
Denn ganz gewiss, muss ich verkünden
war ich nicht gänzlich ohne Sünden.
Zorn - ums unumwunden zu sagen
kam schon mal vor in all letzten Tagen
Auch frei von Hochmut war ich nicht
auch wenns nun wirft ein schlechtes Licht.
Gar Wollust, Neid und Völlerei
waren so manches Mal dabei
Nun, mein lieber Weihnachtsmann
Was sagst du nun? Was steht jetzt an?
Mein Wunsch, das iPad, alter Greis
wird bald viel besser, wie jeder weiß
Drum gesteh ich mal ganz frei ein
Lass ich das Sünden gar nicht sein
Ich kaufs mir selbst, wenn ich's noch brauch'
die Tastatur dazu gleich auch!
Hab ich geschafft? Bin keine Gute?
Bescherst du mir die dicke Rute?
Genug getextet - keine Frage
wünsch Allen schöne Feiertage! :)
Horror
Ich war vorgestern in einem Horrorfilm! Und das, obwohl wir uns doch auf einen gemütlichen Kinonachmittag gefreut hatten. Und so kam es:
Bereits beim Bezahlen der reservierten Eintrittskarten stieg mein sonst eher gemächlicher Puls um ein Vielfaches. Ein unkontrolliertes Zusammenzucken konnte ich unter Aufbietung sämtlicher Willensanstrengung gerade so unterdrücken. Mehr als dreißig Euro für zwei Große und drei Kleine muss man nicht in D-Mark umrechnen, um ein schlechtes Gewissen für eine halbwegs banale Nachmittagsbeschäftigung zu bekommen. Aber ok, ab und zu darf man sich diesen Luxus mal leisten. Ich habe dann auch einfach die dicken Kullertränen unterdrückt, als ich die zugegebenen bescheidenen Getränke- und Knabberwünsche der Nachkömmlinge gegen Bares getauscht habe.
Also auf ins Vergnügen. Auf dem Programm stand ein Märchen-Klassiker, welcher sich jedoch bei näherer Betrachtung als alles andere als märchenhaft erwies. Die Geschichte plätscherte also flüssig und noch aus eigenen frühen Kindheitstagen wohl bekannt vor sich hin.
Ein armes Mädchen mit wunderschönem und meterlangem güldenen Haar wurde von der garstigen Stiefmutter gekidnappt, in einen ganz geheimen Turm gebracht und für die nächsten knapp 18 Jahre dort eingesperrt, um für die alte Hexe zu kochen, zu putzen und mithilfe ihrer ganz besonderen Kräfte der alten Dame dauerhafte jugendliche Schönheit zu schenken. Natürlich kam es, wie es kommen musste: die junge, scheinbar spät pubertierende Dame wurde aufmüpfig und war fortan nicht mehr von ihrer fixen Idee abzubringen, die große, bunte, böse Welt zu erkunden.
Der Zufall kam dem Mädchen bei ihrer Flucht nach draußen überraschend zur Hilfe. Ein Jüngling kletterte den ganz geheimen Turm empor - um vielleicht zu sehen, ob es dort etwas zu holen gab? Der junge Mann nämlich war kein unbeschriebenes Blatt und just in diesem Moment auf der Flucht vor der exekutiven Gewalt der königlichen Staatsmacht. Er also, der die wertvolle Prinzessinnenkrone geklaut hatte, half dem unbescholtenen Mädchen auszubrechen und die große, bunte, böse Welt zu erkunden.
Natürlich kamen sie nicht weit; die böse Stiefmutter ihrereseits hatte einen siebten Sinn, kam dem ungleichen Paar ziemlich geschwind auf die Schliche und bewog die inzwischen Volljährige mit List und Tücke in den Turm zurück zu kehren. Aber der kurze Ausflug in die Freiheit hatte das Mädchen aufrührerisch und mürrisch gemacht. Längst glaubte sie nicht mehr alle Worte ungeprüft und vorbehaltlos, welche die Stiefmutter an sie richtete, um in Frieden und Eintracht weiterhin ihr tristes Dasein im Geheimversteck zu verrichten. Doch alles Gezeter nützte nix. Nach einem bösen Streit, bei dem so richtig die Fetzen flogen, fesselte die alte Hexe das arme, arme Mädchen und plötzlich tauchte der Langfinger auf, der ganz knapp und nur durch die Hilfe seiner dubiosen zwielichtigen Freunde dem kurzen Prozess entgangen war und rettete die Prinzessin (ja, richtig gelesen - natürlich war es die lang gesuchte und sehnlichst vermisste Königstochter) mit einem beherzten Haarschnitt. Oh Graus!!!! Der Schreck fuhr mir durch alle Glieder, denn neben mir saß mein Dreikäsehoch, welcher bereits seit Wochen mit Schere, aber ohne Spiegel oder Kamm oder Friseurinnenausbildung fröhlich an sich herumexperimentiert!
Es kam, wie es kommen musste: Die alte Hexe starb (Horror!) und das Mädchen ward nun frei und konnte endlich zu ihren wahren, vor Gram gebeugten Eltern zurück kehren.
Der Kleinkriminelle wurde offenbar rehabilitiert, denn er heiratete die Prinzessin mit dem nunmehr modischen Kurzhaarschnitt und sie gebar Kinder - was, wie die zwei bis dahin eher gelangweilten Halbwüchsigen neben mir eifrig diskutieren, natürlich fleischliche Lust voraussetzte - und sie lebten glücklich blablabla... Und selbst wenn nicht, Scheidung war ja damals gar nicht standesgemäß und ein Märchen muss ein Happy-End haben. Deshalb heißt es ja auch Märchen.
Und die Moral von der Geschicht? Junge, rebellische Damen mit modischem Kurzhaarschnitt schnappen sich die größten Rüpel? - Der blanke Horror. ;)
Bereits beim Bezahlen der reservierten Eintrittskarten stieg mein sonst eher gemächlicher Puls um ein Vielfaches. Ein unkontrolliertes Zusammenzucken konnte ich unter Aufbietung sämtlicher Willensanstrengung gerade so unterdrücken. Mehr als dreißig Euro für zwei Große und drei Kleine muss man nicht in D-Mark umrechnen, um ein schlechtes Gewissen für eine halbwegs banale Nachmittagsbeschäftigung zu bekommen. Aber ok, ab und zu darf man sich diesen Luxus mal leisten. Ich habe dann auch einfach die dicken Kullertränen unterdrückt, als ich die zugegebenen bescheidenen Getränke- und Knabberwünsche der Nachkömmlinge gegen Bares getauscht habe.
Also auf ins Vergnügen. Auf dem Programm stand ein Märchen-Klassiker, welcher sich jedoch bei näherer Betrachtung als alles andere als märchenhaft erwies. Die Geschichte plätscherte also flüssig und noch aus eigenen frühen Kindheitstagen wohl bekannt vor sich hin.
Ein armes Mädchen mit wunderschönem und meterlangem güldenen Haar wurde von der garstigen Stiefmutter gekidnappt, in einen ganz geheimen Turm gebracht und für die nächsten knapp 18 Jahre dort eingesperrt, um für die alte Hexe zu kochen, zu putzen und mithilfe ihrer ganz besonderen Kräfte der alten Dame dauerhafte jugendliche Schönheit zu schenken. Natürlich kam es, wie es kommen musste: die junge, scheinbar spät pubertierende Dame wurde aufmüpfig und war fortan nicht mehr von ihrer fixen Idee abzubringen, die große, bunte, böse Welt zu erkunden.
Der Zufall kam dem Mädchen bei ihrer Flucht nach draußen überraschend zur Hilfe. Ein Jüngling kletterte den ganz geheimen Turm empor - um vielleicht zu sehen, ob es dort etwas zu holen gab? Der junge Mann nämlich war kein unbeschriebenes Blatt und just in diesem Moment auf der Flucht vor der exekutiven Gewalt der königlichen Staatsmacht. Er also, der die wertvolle Prinzessinnenkrone geklaut hatte, half dem unbescholtenen Mädchen auszubrechen und die große, bunte, böse Welt zu erkunden.
Natürlich kamen sie nicht weit; die böse Stiefmutter ihrereseits hatte einen siebten Sinn, kam dem ungleichen Paar ziemlich geschwind auf die Schliche und bewog die inzwischen Volljährige mit List und Tücke in den Turm zurück zu kehren. Aber der kurze Ausflug in die Freiheit hatte das Mädchen aufrührerisch und mürrisch gemacht. Längst glaubte sie nicht mehr alle Worte ungeprüft und vorbehaltlos, welche die Stiefmutter an sie richtete, um in Frieden und Eintracht weiterhin ihr tristes Dasein im Geheimversteck zu verrichten. Doch alles Gezeter nützte nix. Nach einem bösen Streit, bei dem so richtig die Fetzen flogen, fesselte die alte Hexe das arme, arme Mädchen und plötzlich tauchte der Langfinger auf, der ganz knapp und nur durch die Hilfe seiner dubiosen zwielichtigen Freunde dem kurzen Prozess entgangen war und rettete die Prinzessin (ja, richtig gelesen - natürlich war es die lang gesuchte und sehnlichst vermisste Königstochter) mit einem beherzten Haarschnitt. Oh Graus!!!! Der Schreck fuhr mir durch alle Glieder, denn neben mir saß mein Dreikäsehoch, welcher bereits seit Wochen mit Schere, aber ohne Spiegel oder Kamm oder Friseurinnenausbildung fröhlich an sich herumexperimentiert!
Es kam, wie es kommen musste: Die alte Hexe starb (Horror!) und das Mädchen ward nun frei und konnte endlich zu ihren wahren, vor Gram gebeugten Eltern zurück kehren.
Der Kleinkriminelle wurde offenbar rehabilitiert, denn er heiratete die Prinzessin mit dem nunmehr modischen Kurzhaarschnitt und sie gebar Kinder - was, wie die zwei bis dahin eher gelangweilten Halbwüchsigen neben mir eifrig diskutieren, natürlich fleischliche Lust voraussetzte - und sie lebten glücklich blablabla... Und selbst wenn nicht, Scheidung war ja damals gar nicht standesgemäß und ein Märchen muss ein Happy-End haben. Deshalb heißt es ja auch Märchen.
Und die Moral von der Geschicht? Junge, rebellische Damen mit modischem Kurzhaarschnitt schnappen sich die größten Rüpel? - Der blanke Horror. ;)
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Party?
Kürzlich erhielt ich eine Einladung. Das ist für sich allein genommen nichts wirklich besonderes. ;) Aber diese Einladung hat es in sich. Vermute ich zumindest. Denn es wird eine Premiere. Ich mutmaße weiter:
Eine Gruppe Mittzwanziger bis Mitdreißigerinnen verabredet sich klammheimlich via Internet zu einem gemeinsamen Abend. Abends? Oje oje. Das kann ja viel bedeuten. In den meisten Fällen jedoch eine feucht-fröhliche Runde mit ausgewählt leichten Speisen, da die abendlichen Getränke bekanntlich selbst ausreichend Kalorien beinhalten sowie dezentem Programm, welches vornehmlich aus musikalischer Umrahmung und überwiegend geistreichen, ernsthaften Gesprächen besteht oder einem stetigen Seitenblick zum Fernsehgerät - je nachdem, wo das Zusammentreffen stattfindet.
Doch bei dieser Zusammenkunft wird es anders. Es gibt einen Grund für das geplante Treffen. Jeder hat sicherlich schon davon gehört. Man nennt sie ....Party!
Natürlich habe ich mich bereits schlau gemacht und so einiges an verwertbaren Materials im Internet recherchiert. Diese sogenannte Party wird dominiert von einer Unbekannten, die von der Gastgeberin ebenfalls eingeladen wird. Sie erscheint als Einzige mit schwerem Gepäck, welches sie nach kurzem aufwärmenden Kennenlernen sehr demonstrativ auf dem ohnehin schon mit allerlei Süßem und Salzigem befrachteten Tisch stellt.
Das Bild, welches sich nun mein inneres Auge ausmalt, ist bunt, schrill, grell. Zunächst gebannte Blicke bei der Vorstellung der farbenfrohen, detailreichen und exklusiven Produkte, gebanntes Lauschen während der Präsentation und Vorführung sämtlicher Besonderheiten und Vorzüge, zaghaftes Befühlen und Weitergeben der handgetesteten Modelle, um sogleich das nächste Stück intensiv und etwas beherzter in Hand und Augenschein zu nehmen. Ekstatisches Gelächter und schwer verhohlene Vorfreude, sowie unbändige Kauflust sollen die Folge sein, wenn ich den Tatsachenberichten Glauben schenken darf, die ich hierzu bereits gelesen habe. Und nun ja, ich bin gespannt, ob sich diese Erfahrung als in jeglicher Hinsicht lohnenswert herausstellt. ;)
Eine Gruppe Mittzwanziger bis Mitdreißigerinnen verabredet sich klammheimlich via Internet zu einem gemeinsamen Abend. Abends? Oje oje. Das kann ja viel bedeuten. In den meisten Fällen jedoch eine feucht-fröhliche Runde mit ausgewählt leichten Speisen, da die abendlichen Getränke bekanntlich selbst ausreichend Kalorien beinhalten sowie dezentem Programm, welches vornehmlich aus musikalischer Umrahmung und überwiegend geistreichen, ernsthaften Gesprächen besteht oder einem stetigen Seitenblick zum Fernsehgerät - je nachdem, wo das Zusammentreffen stattfindet.
Doch bei dieser Zusammenkunft wird es anders. Es gibt einen Grund für das geplante Treffen. Jeder hat sicherlich schon davon gehört. Man nennt sie ....Party!
Natürlich habe ich mich bereits schlau gemacht und so einiges an verwertbaren Materials im Internet recherchiert. Diese sogenannte Party wird dominiert von einer Unbekannten, die von der Gastgeberin ebenfalls eingeladen wird. Sie erscheint als Einzige mit schwerem Gepäck, welches sie nach kurzem aufwärmenden Kennenlernen sehr demonstrativ auf dem ohnehin schon mit allerlei Süßem und Salzigem befrachteten Tisch stellt.
Das Bild, welches sich nun mein inneres Auge ausmalt, ist bunt, schrill, grell. Zunächst gebannte Blicke bei der Vorstellung der farbenfrohen, detailreichen und exklusiven Produkte, gebanntes Lauschen während der Präsentation und Vorführung sämtlicher Besonderheiten und Vorzüge, zaghaftes Befühlen und Weitergeben der handgetesteten Modelle, um sogleich das nächste Stück intensiv und etwas beherzter in Hand und Augenschein zu nehmen. Ekstatisches Gelächter und schwer verhohlene Vorfreude, sowie unbändige Kauflust sollen die Folge sein, wenn ich den Tatsachenberichten Glauben schenken darf, die ich hierzu bereits gelesen habe. Und nun ja, ich bin gespannt, ob sich diese Erfahrung als in jeglicher Hinsicht lohnenswert herausstellt. ;)
Montag, 13. Dezember 2010
Seifenkiste, ähm... blase, ähm....oper!
Oje, Wochen ist's inzwischen wieder her, seit ich das letzte Mal meinen Unmut verkündete. Seither ist viel passiert, aber nichts geschehen. Wie abstrus. Nun könnte ich mich also darüber auslassen, dass der allein stehende Anteil der Bevölkerung stagniert, jedoch Neid und Missgunst aufgrund der Jahreszeit (?) zunehmen. Aber dazu hab ich keine Lust.
Dass Enrico, unser Stammtaxifahrerflitzer, inzwischen womöglich die Vermutung hegt, wir hätten ein akutes, ernst zu nehmendes Feiersyndrom, ist auch ziemlich banal. Und ebenfalls, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, mir auf dem Weihnachtsmarkt den Bauch mit Glühwein voll zu schlagen.
Dabei ist das Leben doch so spannend wie Loveboat, General Hospital und Ein Colt für alle Fälle (Howie war der Coolste von allen!!) zusammen. Intrigen, Machtspielchen, dramatische Abgänge, Drei- und Vierecksgeschichten, Ränkespiele und Heuchelei, Exzesse jeglicher Art, zügelloser Zorn, überschäumende Freude (häh?), Fehlzündungen der pikanten Art, Wolllust....achja, die exorbitant breite Palette menschlicher Verfehlungen und Unzulänglichkeiten lässt sich noch um einiges fortsetzen. Beispiele gefällig? Oje, lieber nicht. :/ Wer braucht da schon die Glotze? Augen und Ohren aufgesperrt und schon steckst du mittendrin in deiner ganz individuellen daily soap.
Na denn, viel Spaß!
Sonntag, 28. November 2010
Eine fröhliche Vorweihnachtszeit!
Schon ist er da, der 1. Advent.
Oje, wie doch die Zeit verrennt.
Ich hab ihn einfach verpennt.
War klar, sagt wer mich ganz gut kennt.
Keine Kerze, keine Deko und kein Baum,
solche Dinge berühren mich kaum.
Ists nun Zeit für Besinnlichkeit?
Für nette Stunden gar zu zweit?
Nee, jetzt geht der Stress gar los:
Was mach ich nun, was schenk ich bloß?
Was verflixt soll ich denn kaufen?
Und ein jeder fängt an wie wild los zu laufen.
Was solls sein? Ein paar dicke Socken?
Oder lieber was zum Zocken?
Doch zocken tut man nie zu zweit.
Kaufts nur, wer scheut die Zweisamkeit.
Wie wärs denn mal mit einem Buch?
Lesen macht bekanntlich klug.
Aber welchen Titel soll ich schenken?
Und so gehts weiter im Verrenken.
Der Kopf ist leer.
Und Hektik verbreitet sich immer mehr.
Schon bald müssen Geschenke her.
Stattdessen kann ich über den Weihnachtsmarkt laufen
und literweise Glühweinsau trinken
Ganz besinnlich im Gedränge
denn umfallen kann ich nicht in der Menge.
Ich will noch keine Plätzchen backen
und auch keine Geschenke packen.
Ich will das tun, wenn mir danach ist
und nicht weil abläuft bald die Frist.
Ich will kein freundliches Gesicht machen
und über unglaublich dumme Witze lachen
Ich will auch kein Kräftemessen
beim kommenden Weihnachtsgänse(fr)essen.
Lieber heimlich, still und leise
eben ganz auf meine Weise
will ich die Wochen überstehen
und nicht im Chaos untergehen.
Und was ich außerdem noch will
das sag ich lieber ganz ganz still...
Oje, wie doch die Zeit verrennt.
Ich hab ihn einfach verpennt.
War klar, sagt wer mich ganz gut kennt.
Keine Kerze, keine Deko und kein Baum,
solche Dinge berühren mich kaum.
Ists nun Zeit für Besinnlichkeit?
Für nette Stunden gar zu zweit?
Nee, jetzt geht der Stress gar los:
Was mach ich nun, was schenk ich bloß?
Was verflixt soll ich denn kaufen?
Und ein jeder fängt an wie wild los zu laufen.
Was solls sein? Ein paar dicke Socken?
Oder lieber was zum Zocken?
Doch zocken tut man nie zu zweit.
Kaufts nur, wer scheut die Zweisamkeit.
Wie wärs denn mal mit einem Buch?
Lesen macht bekanntlich klug.
Aber welchen Titel soll ich schenken?
Und so gehts weiter im Verrenken.
Der Kopf ist leer.
Und Hektik verbreitet sich immer mehr.
Schon bald müssen Geschenke her.
Stattdessen kann ich über den Weihnachtsmarkt laufen
und literweise Glühwein
Ganz besinnlich im Gedränge
denn umfallen kann ich nicht in der Menge.
Und dann gibts soo viel zu tun
keine Zeit sich auszuruh'n
Jedoch hat ein Wohnung putzen
auch ohne Weihnachten seinen Nutzen.
Nicht vergessen; die Weihnachtskarten
auf die die entfernten Verwandten warten.
Ich will noch keine Plätzchen backen
und auch keine Geschenke packen.
Ich will das tun, wenn mir danach ist
und nicht weil abläuft bald die Frist.
Ich will kein freundliches Gesicht machen
und über unglaublich dumme Witze lachen
Ich will auch kein Kräftemessen
beim kommenden Weihnachtsgänse(fr)essen.
Lieber heimlich, still und leise
eben ganz auf meine Weise
will ich die Wochen überstehen
und nicht im Chaos untergehen.
Und was ich außerdem noch will
das sag ich lieber ganz ganz still...
Sonntag, 24. Oktober 2010
Neulich in Hamburg/1
Da gab es doch letztens so ein bahn-brechendes Angebot: Einfache Fahrt zu jedem Ziel innerhalb Deutschlands für 20 EUR.
Die Abenteuerlust war prompt geweckt. So eine Offerte kann man unmöglich ignorieren. Und ebenso schnell war klar: es geht nach Hamburg. - Es sind nicht nur die Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in dieser Welt- und Hansestadt gesammelt habe, weshalb ich mich immer wieder dorthin gezogen fühle; wohl eher die Sehnsucht nach dem Gefühl der Glückseligkeit, welches ich fast erstmals dort in genau dieser Stadt erlebt habe. Und außerdem beträgt die reine Fahrtzeit knapp 2 1/2 Stunden mit dem Zug. So einfach ist das.
Gesagt, getan.
Ganz, ganz, ganz früh am Morgen ging es los. Das ist insoweit betonenswert, da der Vorabend länger war als ursprünglich erwartet. Aber alles ging gut. Der Wecker weckte pünktlich und so stiegen wir rechtzeitig um kurz vor sieben mit einem schwarzen Heißgetränk in den Zug. Die Zeit war ruckzug um und reichte nicht einmal, um mein unvollständig geladenes iPhone zur 100 %igen Batteriestandsanzeige zu bringen. Apropos: wer eine Steckdose im ICE benötigt, ist gut beraten, sich ein Abteil zu suchen. Dort gibts unter jedem Sitz nen Stecker. Im Großraumwagon sucht man vergeblich und wird ausschließlich an Sitzen mit eigenem Tisch fündig. Das nur mal am Rande erwähnt.
Kurz vor zehn standen wir vor dem Hamburger Hauptbahnhof. Dort standen wir auch geraume Zeit. Denn endlich, in dieser fremden Stadt konnte ich getrost meine Bedenken wegen Datenschutzrechtsverletzungen über Bord werfen und fröhlich-munter meinen aktuellen Standpunkt facebooken. Einige gescheiterte Versuche später gelang es dann auch meiner Mitstreiterin und dann endlich stürzten wir uns ins Getümmel.
-Fortsetzung folgt-
Die Abenteuerlust war prompt geweckt. So eine Offerte kann man unmöglich ignorieren. Und ebenso schnell war klar: es geht nach Hamburg. - Es sind nicht nur die Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in dieser Welt- und Hansestadt gesammelt habe, weshalb ich mich immer wieder dorthin gezogen fühle; wohl eher die Sehnsucht nach dem Gefühl der Glückseligkeit, welches ich fast erstmals dort in genau dieser Stadt erlebt habe. Und außerdem beträgt die reine Fahrtzeit knapp 2 1/2 Stunden mit dem Zug. So einfach ist das.
Gesagt, getan.
Ganz, ganz, ganz früh am Morgen ging es los. Das ist insoweit betonenswert, da der Vorabend länger war als ursprünglich erwartet. Aber alles ging gut. Der Wecker weckte pünktlich und so stiegen wir rechtzeitig um kurz vor sieben mit einem schwarzen Heißgetränk in den Zug. Die Zeit war ruckzug um und reichte nicht einmal, um mein unvollständig geladenes iPhone zur 100 %igen Batteriestandsanzeige zu bringen. Apropos: wer eine Steckdose im ICE benötigt, ist gut beraten, sich ein Abteil zu suchen. Dort gibts unter jedem Sitz nen Stecker. Im Großraumwagon sucht man vergeblich und wird ausschließlich an Sitzen mit eigenem Tisch fündig. Das nur mal am Rande erwähnt.
Kurz vor zehn standen wir vor dem Hamburger Hauptbahnhof. Dort standen wir auch geraume Zeit. Denn endlich, in dieser fremden Stadt konnte ich getrost meine Bedenken wegen Datenschutzrechtsverletzungen über Bord werfen und fröhlich-munter meinen aktuellen Standpunkt facebooken. Einige gescheiterte Versuche später gelang es dann auch meiner Mitstreiterin und dann endlich stürzten wir uns ins Getümmel.
-Fortsetzung folgt-
Sonntag, 19. September 2010
Nie wieder!!!!
Ich hatte es ja vorher bereits geahnt: Keine Lust auf abendliche Aktivitäten provozierte regelrecht den Übergenuss bewusstseinsvernebelnder Substanzen in flüssiger Form.
Für den klitzekleinen Vorsprung gab es erst mal nen Schluck Martini zum warm werden. Später etwas Fruchtbowle, um die Wartezeit zu verkürzen, bis es dann zur eigentlichen Party (nicht ohne eine Flasche) ging. Dort angekommen, dauerte es keine Minute, bis jeder der Neuankömmlinge eine razz-Bowle in der Hand hielt. Abgerundet wurde das bunte Gemisch mit Pfeffi, der sich wohlig wärmend im ganzen Körper ausbreitete. Mit jedem Glas ein bissel mehr. Mitgezählt hat (hoffentlich) keiner der Anwesenden.
Irgendwann später brachen wir auf. Zur Singleparty. Als das Taxi vorfuhr, juchzten wir laut vor Freude: Es war unser Fahrer!! Enrico hatte bereits einige Verbalergüsse über sich ergehen lassen, denn wir hatten schon öfter das Vergnügen miteinander.
Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn eigentlich war ja schon vorher klar, dass die besagte Singleparty einfach nur scheiße sein kann. Doch zahlreiche Discogänger hatten sich ein solches event gewünscht. Und ich kann nur hoffen, dass die zwei (?) Verursacher wenigstens anwesend waren und sich zu Tode gelangweilt haben. Das Publikum jedenfalls war sehr übersichtlich verteilt, so dass man mit einem Rundum-Blick bereits feststellen konnte, dass man auf gar keinen Fall zu den hoffnungslos Verzweifelten zählen wollte, deren Anblick zu spontanem Kopfschmerz und aufsteigender Übelkeit führte.
Auf dem kurzen Weg nach Hause verwendete ich sämtliche noch übrig gebliebene Konzentration darauf, mir das abendliche Essen nicht wieder durch den Kopf gehen zu lassen. Was sollten denn auch die Nachbarn denken, bekämen sie das hinter der Gardine hervorlugend mit? :D Und ja, ich war erfolgreich.
Der heutige Tag war gelinde gesagt beschissen. Also nicht im wörtlichen Sinne. Aber schon allein das Aufstehen war eine Tortur und erforderte sämtliche Willenskraft. Im Laufe des Tages aber gelang es mir, den Kopf zu bewegen ohne dass sich sofortige Schwindelgefühle breit machten. Selbst das nervenaufreibende Pochen in den Schläfen ließ irgendwann nach und verschwand später auch völlig.
Und so gewinne ich dem Misttag doch noch etwas Gutes ab: Statt wie üblich im sonntäglichen Selbstmitleid zu versinken, musste ich zwangsweise mein Augenmerk auf die vollständige Genesung lenken. Mit Erfolg.
PS: Das ist übrigens nicht zur Nachahmung empfohlen!!
Für den klitzekleinen Vorsprung gab es erst mal nen Schluck Martini zum warm werden. Später etwas Fruchtbowle, um die Wartezeit zu verkürzen, bis es dann zur eigentlichen Party (nicht ohne eine Flasche) ging. Dort angekommen, dauerte es keine Minute, bis jeder der Neuankömmlinge eine razz-Bowle in der Hand hielt. Abgerundet wurde das bunte Gemisch mit Pfeffi, der sich wohlig wärmend im ganzen Körper ausbreitete. Mit jedem Glas ein bissel mehr. Mitgezählt hat (hoffentlich) keiner der Anwesenden.
Irgendwann später brachen wir auf. Zur Singleparty. Als das Taxi vorfuhr, juchzten wir laut vor Freude: Es war unser Fahrer!! Enrico hatte bereits einige Verbalergüsse über sich ergehen lassen, denn wir hatten schon öfter das Vergnügen miteinander.
Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn eigentlich war ja schon vorher klar, dass die besagte Singleparty einfach nur scheiße sein kann. Doch zahlreiche Discogänger hatten sich ein solches event gewünscht. Und ich kann nur hoffen, dass die zwei (?) Verursacher wenigstens anwesend waren und sich zu Tode gelangweilt haben. Das Publikum jedenfalls war sehr übersichtlich verteilt, so dass man mit einem Rundum-Blick bereits feststellen konnte, dass man auf gar keinen Fall zu den hoffnungslos Verzweifelten zählen wollte, deren Anblick zu spontanem Kopfschmerz und aufsteigender Übelkeit führte.
Auf dem kurzen Weg nach Hause verwendete ich sämtliche noch übrig gebliebene Konzentration darauf, mir das abendliche Essen nicht wieder durch den Kopf gehen zu lassen. Was sollten denn auch die Nachbarn denken, bekämen sie das hinter der Gardine hervorlugend mit? :D Und ja, ich war erfolgreich.
Der heutige Tag war gelinde gesagt beschissen. Also nicht im wörtlichen Sinne. Aber schon allein das Aufstehen war eine Tortur und erforderte sämtliche Willenskraft. Im Laufe des Tages aber gelang es mir, den Kopf zu bewegen ohne dass sich sofortige Schwindelgefühle breit machten. Selbst das nervenaufreibende Pochen in den Schläfen ließ irgendwann nach und verschwand später auch völlig.
Und so gewinne ich dem Misttag doch noch etwas Gutes ab: Statt wie üblich im sonntäglichen Selbstmitleid zu versinken, musste ich zwangsweise mein Augenmerk auf die vollständige Genesung lenken. Mit Erfolg.
PS: Das ist übrigens nicht zur Nachahmung empfohlen!!
Samstag, 18. September 2010
Die Theorie (1)
Hurra, hochkarätige, erfahrene Singlefrau unterstützt dieses Projekt mit hoffentlich zahlreichen Beiträgen!! :D
Oje, aber bevor ich in kämpferische Schlachtrufe ala "Singles jedweden Geschlechts vereinigt euch und trotzt der Einsamkeit" verfalle, zügle ich zumindest für einen Moment meine spitze Zunge und verbiete mir jeden Sarkasmus an sich.
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So. Der Moment ist vorbei. Jetzt gibts noch eine ganz prima und vor allem sehr ausgereifte Theorie, die dann auch bitteschön in sämtliche Schulbücher übernommen wird - gegen geringes Entgelt an den Verfasser versteht sich - und die Welt wird ein kleines bissel erklärbarer.
Frauen wurde das erfolgreiche Bestreiten einer Beziehung in die Wiege gelegt. Sie tragen ja schließlich diese sozial-Gen in sich, welches dafür sorgt, dass Zwischenmenschliches nicht zu kurz kommt: aussagekräftige und ergiebige Kommunikation gehören genau so dazu wie das Schaffen einer heimeligen Nähe, Wärme, das offene Zeigen von Zu- oder auch Abneigungen etc. (Jeden einzelnen Punkt kann ich hier natürlich nicht aufzählen, das würde den Rahmen sprengen.) Männer sind da irgendwie... anders. Also vorsichtig ausgedrückt behaupte ich, sie müssen es erst noch lernen. So ist es logisch und nachvollziehbar, dass junge Männer einfach noch nicht das Rüstzeug für eine funktionierende Beziehung mitbringen. Da geht noch einiges drunter und drüber. Da muss sich die junge Frau sehr in Geduld und Gelehrigkeit üben, um alles stimmig und passend zu bekommen. Tja und dann? Dann wars das meist auch. Entweder frau ist mit dem Geleisteten unzufrieden oder mann ist flink wie ein Wiesel verschwunden.
Na toll! All die Mühen umsonst! :( Umsonst? Nee, nicht ganz: Die nächste oder übernächste kann sich einige Zeit später freuen, so ein prima, herzerfrischendes Exemplar an ihrer Seite zu wissen. Und das ist es doch, was fast jede Sie sucht. ;)
Oje, aber bevor ich in kämpferische Schlachtrufe ala "Singles jedweden Geschlechts vereinigt euch und trotzt der Einsamkeit" verfalle, zügle ich zumindest für einen Moment meine spitze Zunge und verbiete mir jeden Sarkasmus an sich.
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So. Der Moment ist vorbei. Jetzt gibts noch eine ganz prima und vor allem sehr ausgereifte Theorie, die dann auch bitteschön in sämtliche Schulbücher übernommen wird - gegen geringes Entgelt an den Verfasser versteht sich - und die Welt wird ein kleines bissel erklärbarer.
Frauen wurde das erfolgreiche Bestreiten einer Beziehung in die Wiege gelegt. Sie tragen ja schließlich diese sozial-Gen in sich, welches dafür sorgt, dass Zwischenmenschliches nicht zu kurz kommt: aussagekräftige und ergiebige Kommunikation gehören genau so dazu wie das Schaffen einer heimeligen Nähe, Wärme, das offene Zeigen von Zu- oder auch Abneigungen etc. (Jeden einzelnen Punkt kann ich hier natürlich nicht aufzählen, das würde den Rahmen sprengen.) Männer sind da irgendwie... anders. Also vorsichtig ausgedrückt behaupte ich, sie müssen es erst noch lernen. So ist es logisch und nachvollziehbar, dass junge Männer einfach noch nicht das Rüstzeug für eine funktionierende Beziehung mitbringen. Da geht noch einiges drunter und drüber. Da muss sich die junge Frau sehr in Geduld und Gelehrigkeit üben, um alles stimmig und passend zu bekommen. Tja und dann? Dann wars das meist auch. Entweder frau ist mit dem Geleisteten unzufrieden oder mann ist flink wie ein Wiesel verschwunden.
Na toll! All die Mühen umsonst! :( Umsonst? Nee, nicht ganz: Die nächste oder übernächste kann sich einige Zeit später freuen, so ein prima, herzerfrischendes Exemplar an ihrer Seite zu wissen. Und das ist es doch, was fast jede Sie sucht. ;)
Das Auswahlverfahren
Donnerstag, 16. September 2010
Frühherbstmüdigkeit
...oder so ähnlich.
Gibt es das überhaupt? Ist dies das Pendant zur weit berühmteren Frühjahrsmüdigkeit?
Die Symptome zumindest sind die gleichen. Fortwährendes, herzhaft (unhöflich)es Gähnen, gefolgt von sofortigem Schlafbefall bei Verlagerung der Körpermasse durch Einnehmen der horizontalen Position. *gähn*. Außerdem chronische Unlust, sowie launenhaftes Verhalten, welche sich zum Leidwesen Unbeteiligter durch Stimmungsschwankungen bemerkbar macht. Ach Quatsch, letzteres trifft ja irgendwie immer zu.
Weiterhin ist zu beklagen, dass die genannten Symptome durch Entgegenwirken nicht verschwinden. Das ist unfair! Zuviel schlafen raubt einerseits Freizeit und andererseits sollte das Defizit doch zumindest vorübergehend beglichen werden.
Oje, ich hoffe, dass sich nicht urplötzlich alle Schlafzellen des Körpers zusammen geschlossen haben und nun gemeinsam gegen den aus diversen Gründen chronischen Schlafmangel revoltieren und sofortigen Ausgleich durch Nachholen verlangen. Also wenn das die Revanche sein soll, finde ich das aber echt blöd. Ich habe die Schlafstörungen ja nicht bestellt oder herbei gewünscht. Ganz im Gegenteil; sie drängten sich fast von ganz allein (oh oh, da haben wir's wieder!!) auf.
Ich schlaf mal drüber. Gute Nacht.
Gibt es das überhaupt? Ist dies das Pendant zur weit berühmteren Frühjahrsmüdigkeit?
Die Symptome zumindest sind die gleichen. Fortwährendes, herzhaft (unhöflich)es Gähnen, gefolgt von sofortigem Schlafbefall bei Verlagerung der Körpermasse durch Einnehmen der horizontalen Position. *gähn*. Außerdem chronische Unlust, sowie launenhaftes Verhalten, welche sich zum Leidwesen Unbeteiligter durch Stimmungsschwankungen bemerkbar macht. Ach Quatsch, letzteres trifft ja irgendwie immer zu.
Weiterhin ist zu beklagen, dass die genannten Symptome durch Entgegenwirken nicht verschwinden. Das ist unfair! Zuviel schlafen raubt einerseits Freizeit und andererseits sollte das Defizit doch zumindest vorübergehend beglichen werden.
Oje, ich hoffe, dass sich nicht urplötzlich alle Schlafzellen des Körpers zusammen geschlossen haben und nun gemeinsam gegen den aus diversen Gründen chronischen Schlafmangel revoltieren und sofortigen Ausgleich durch Nachholen verlangen. Also wenn das die Revanche sein soll, finde ich das aber echt blöd. Ich habe die Schlafstörungen ja nicht bestellt oder herbei gewünscht. Ganz im Gegenteil; sie drängten sich fast von ganz allein (oh oh, da haben wir's wieder!!) auf.
Ich schlaf mal drüber. Gute Nacht.
Montag, 6. September 2010
Der Andere
Eigentlich habe ich ja noch einen Freund. Also einen neben meinem treuen und herzigen kleinen Süßen.
Allerdings ist das eine völlig andere Geschichte. Er kommt nicht regelmäßig vorbei, meldet sich selten an und bleibt auch nie lang. So ein Arschloch-Freund eben. So ein Typ, der Frauen anmacht, aber eben nicht alles ist, was frau sich wünscht. Ok zugegeben, er ist witzig, entspannend, kann einem selbst mal einen frechen Spruch auf die Lippen zaubern, benebelt mit seinem Geist, verkraftet auch mal den zu-Hause-sehe-ich-so-scheiße-aus-wie-ich-will-Look. Und das Beste: Konkurrenzdenken ist ihm völlig fremd. Es stört ihn nicht, dass er nur die zweite Geige spielt und nicht an vorderster Front kämpft. Ja, er bemüht sich nicht mal sonderlich um meine Gunst. Völlig zufrieden scheint er, wenn ich mich ihm zuwende. Egal ist's ihm, wenn ich ihn keines Blickes würdige.
Stimmt, das ist merkwürdig. Anfangs irritierte es mich auch irgendwie. Aber inzwischen verstehen wir uns prima. Gefühle nämlich sind keine im Spiel. Auf keiner Seite zum Glück. Mir gehts nicht nah, wenn er fern bleibt und ihn scheint es kein bissel zu berühren, wenn wir uns tage- oder wochenlang nicht zu Gesicht bekommen.
Oh er ist süß, manchmal auch etwas herb. Je nach Stimmung eben.
Achja, und was ich beinahe vergessen hätte, doch aber ziemlich wesentlich ist, wir gehen sehr förmlich miteinander um. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber da die Interessen gegenseitig nur temporär sind, ist es wahrscheinlich am besten so. Mein Freund heißt Herr Martini. ;)
Allerdings ist das eine völlig andere Geschichte. Er kommt nicht regelmäßig vorbei, meldet sich selten an und bleibt auch nie lang. So ein Arschloch-Freund eben. So ein Typ, der Frauen anmacht, aber eben nicht alles ist, was frau sich wünscht. Ok zugegeben, er ist witzig, entspannend, kann einem selbst mal einen frechen Spruch auf die Lippen zaubern, benebelt mit seinem Geist, verkraftet auch mal den zu-Hause-sehe-ich-so-scheiße-aus-wie-ich-will-Look. Und das Beste: Konkurrenzdenken ist ihm völlig fremd. Es stört ihn nicht, dass er nur die zweite Geige spielt und nicht an vorderster Front kämpft. Ja, er bemüht sich nicht mal sonderlich um meine Gunst. Völlig zufrieden scheint er, wenn ich mich ihm zuwende. Egal ist's ihm, wenn ich ihn keines Blickes würdige.
Stimmt, das ist merkwürdig. Anfangs irritierte es mich auch irgendwie. Aber inzwischen verstehen wir uns prima. Gefühle nämlich sind keine im Spiel. Auf keiner Seite zum Glück. Mir gehts nicht nah, wenn er fern bleibt und ihn scheint es kein bissel zu berühren, wenn wir uns tage- oder wochenlang nicht zu Gesicht bekommen.
Oh er ist süß, manchmal auch etwas herb. Je nach Stimmung eben.
Achja, und was ich beinahe vergessen hätte, doch aber ziemlich wesentlich ist, wir gehen sehr förmlich miteinander um. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber da die Interessen gegenseitig nur temporär sind, ist es wahrscheinlich am besten so. Mein Freund heißt Herr Martini. ;)
Dienstag, 31. August 2010
Groß, größer, L
Man stelle sich folgende Szene vor:
Junger, nicht unattraktiver Single geht in die Apotheke. Sein Anliegen eine Packung Kondome, denn heute Abend schmeißt sein Kumpel eine Party. Und bei der blonden kleinen Schnecke, meint er, geht noch was. Und da bei der Schnecke öfter mal was geht, ist der nette Junggeselle nicht schlecht beraten, sich vor eventuellen Nachwirkungen zu schützen.
Es ist Grippezeit, die Schlange der allerlei Mittelbedürftigen im pharmazeutischen Fachgeschäft ist dementsprechend lang. Doch das stört den Singletypen nicht. Er ist ganz entspannt. Selbst als er endlich der betagten, freundlichen Apothekerin vortragen wird: "Einmal Kondome. In L bitte." Ein verstohlener Schulterblick, ob denn die vollbusige Brünette, die an der Kasse neben ihm steht und sich zu Pflegeprodukten beraten lässt, es auch mitbekommen hat...
Da kamen doch kürzlich ein paar schlaue amerikanische Wissenschaftler auf die lustige Idee, künftig bei den Größenangaben ganz großzügig zu sein und die kleinste Größe der Präservative L lauten zu lassen. (----> vergleiche Artikel) Der Vorschlag an sich ist nicht schlecht. Large klingt nicht nach winzig oder mickrig oder ganz ganz klein. Und bei den Damen funktioniert diese Austrickserei ja auch ganz prima, auch wenn die Methoden dort noch etwas trickreicher, ja subtiler sind. Stichwort schlank machende Spiegel in der Umkleide größerer oder gut sortierter Modefachgeschäfte und (das ist wirklich gemein, wenn man denn dahinter gekommen ist!) der Kleidergröße 34 einfach ein paar Zentimeter Stoff hinzu geschummelt und Frau bemerkt gar nicht, dass dort fünf überflüssige Kilos auf ihren Hüften lagern. - Zumindest so lange sie nicht auf die Waage tritt.
Achja, die blöde Eitelkeit kann ganz schön was anrichten. Zum Beispiel, dass man sich zum Affen macht. Denn wenn der Vorschlag tatsächlich umgesetzt werden sollte, werden wohl alle Gazetten darüber berichten und "aufklären", sogar die Schmierblätter, so dass ein Jeder Bescheid weiß. Und dann weiß auch Jedermann, dass L die kleinste Größe, ein Fingerhut?, ist. Und damit beginnt das Dilemma, also das der eigenen Fehleinschätzung doch von vorn.
Hat sie! Und die Dunkelhaarige von nebenan grinst ihn wissend an und setzt erheitert ihren Einkauf fort.
Eine viel viel viel viel viel bessere Idee übrigens hatte bereits ein Kondomhersteller in Kooperation mit Europas größter Jugendzeitschrift. Wer es genau wissen will: in der Ausgabe 30/2010. Früher steckte der Starschnitt von Jason Donovan und New Kids on the Block drin, heute eine Messlatte als Bastelbogen. Mit dem ausgeschnittenen Maßband nämlich misst der Jugendliche Länge und Umfang (Achtung: Verletzungsgefahr durch scharfe Schnittkanten <--- O-Ton), liest die Werte in einer Tabelle ab und erhält auf einen Blick seine Größe in Form einer Zahlen-Buchstabenkombination. Wer dann also eine 75R wählt, muss in den wenigsten Fällen mit diskriminierenden Reaktionen seiner Umwelt rechnen. ;)
Mittwoch, 28. Juli 2010
Technik, die begeistert
Erwähnte ich schon, dass ich stolze Besitzerin des iPhone 4 bin? Nee? - Dann wird's ja mal Zeit. :D
Zugegeben, alles was nen Stecker oder Batterien benötigt, fasziniert mich mächtig. Auf Technik ist Verlass. Man kann sich endlos damit beschäftigen und immer wieder Neues herausfinden, Fehler lassen sich meist leicht beheben, ohne vorher daumendicke Handbücher zu wälzen und wenn mal gar nix mehr geht, wirds eben ausgetauscht.
Nun verfolge ich seit geraumer Zeit mit eher mäßigem Interesse den Kult um die Marke mit dem kleinen angebissenen Apfel, der spätestens seit dem iPad geradezu gigantische Ausmaße annimmt. Kein Print- oder Digitalmedium, welches nicht in irgendeiner meist sehr zuträglichen Form über Steve Jobs und seine qualitativ hochwertigen Produkte aus Cupertino berichtet. Naja, negative Presse wird auch scharf sanktioniert. Aber das sei mal nur am Rande erwähnt.
Kurz vor Erscheinen des schicken schwarzen smartphones also war klar: ich muss das haben! Durch einen glücklichen Umstand - es wurden ja nur 9 Stück in den hiesigen Laden geliefert - konnte ich als eine der Ersten mein neues Lieblingsstück in den Händen halten. Einige widrige Umstände später funktionierte es dann auch und ich war wieder einmal hellauf begeistert. Tolles Design, gestochen scharfes Bild, kein unnützer Schnickschnack und telefonieren kann man damit sogar auch. :D Apropos Telefonieren; ab und zu ergibt sich mal die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch. Und da ist es so, dass die Verbindung unterbrochen wird, fasst man an eine ganz bestimmte empfindliche Stelle im unteren Bereich.
Natürlich hat auch darüber die Presse bereits berichtet. Logischerweise ist das ein gefundenes Fressen: Das übermächtige iPhone ist ja gar nicht perfekt!! Oje! Dass Geräte anderer Hersteller ähnliche Probleme aufweisen, spielt dabei keine Rolle, denn sie finden ja auch sonst kaum Erwähnung in den Medien.
Aber diese Fehlfunktionalität hat auch so seine Vorteile. Stellt beispielsweise der Gesprächspartner eine überraschende Frage, für deren Beantwortung mehr als wenige Sekunden Nachdenkzeit benötigt werden oder nimmt ein Gespräch eine unangenehme Wendung, berührt man leicht den Metallrahmen im unteren Bereich und schon ist die Verbindung unterbrochen. Super praktisch sozusagen. ;)
Sonntag, 16. Mai 2010
Happy End!
Also für einige Tage war ich ziemlich übel gelaunt, verärgert, genervt, ja wohl ein bissel angepsssssst.
Der Grund hierfür eine Lappalie. Ein Buch, welches ich soeben gelesen hatte, endete abrupt und jäh. Und zwar ohne Happy End! Das fand ich wirklich doof. Na klar, im realen Leben gibts oftmals kein "...und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende... in der eigenen Villa mit fünf Kindern, einem großen schwarzen Hund blablabla..." Stattdessen Rosenkrieg, Scheidungskinder, Alkoholmissbrauch, sozialer Abstieg, Existenzängste etc. Jedoch in der Literatur wird erwartet, nein regelrecht verlangt, dass am Ende alles gut wird. Der mehr oder weniger ausgeprägte Romantiker in jedem von uns (bei mir nur minimal, aber doch irgendwie existent) braucht ein positives Resümee, ein bissel Glaube, ein Stückchen Hoffnung.
Irgendwo las ich in näherer Vergangenheit, dass jeder Text, egal welcher Art, einen Nutzen bringen muss. Er muss einen bestimmten Zweck erfüllen, sonst sind die geschriebenen Worte eben nur geschriebene (leere) Worte und völlig überflüssig. Wenn man Bücher liest, gute wohlgemerkt, fühlt man sich hinein in die Protagonisten, begleitet die Romanhelden auf ihrem Weg. Überlegt, entscheidet, ob sie richtig handeln, missbilligt Fehler, die sie begehen oder bringt Verständnis dafür auf. Je nachdem. Der Nutzen solcher Texte also ist Trost und Hoffnung. Trost für eine vielleicht ähnlich bittere Erfahrung und die Aussicht darauf, dass doch noch alles gut wird. So, um diesen Trost, diese Hoffnung fühlte mich beim beiseite Legen des gerade ausgelesenen Buches betrogen.
Nur gut, dass ich kurz darauf erfuhr, dass es eine Fortsetzung des Romans gab, welche ich dann auch innerhalb einer Nacht verschlang und am nächsten Morgen endlich endlich mein Happy End bekam. Danke schön. Nun gehts mir wieder besser. Wirklich wahr.
Der Grund hierfür eine Lappalie. Ein Buch, welches ich soeben gelesen hatte, endete abrupt und jäh. Und zwar ohne Happy End! Das fand ich wirklich doof. Na klar, im realen Leben gibts oftmals kein "...und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende... in der eigenen Villa mit fünf Kindern, einem großen schwarzen Hund blablabla..." Stattdessen Rosenkrieg, Scheidungskinder, Alkoholmissbrauch, sozialer Abstieg, Existenzängste etc. Jedoch in der Literatur wird erwartet, nein regelrecht verlangt, dass am Ende alles gut wird. Der mehr oder weniger ausgeprägte Romantiker in jedem von uns (bei mir nur minimal, aber doch irgendwie existent) braucht ein positives Resümee, ein bissel Glaube, ein Stückchen Hoffnung.
Irgendwo las ich in näherer Vergangenheit, dass jeder Text, egal welcher Art, einen Nutzen bringen muss. Er muss einen bestimmten Zweck erfüllen, sonst sind die geschriebenen Worte eben nur geschriebene (leere) Worte und völlig überflüssig. Wenn man Bücher liest, gute wohlgemerkt, fühlt man sich hinein in die Protagonisten, begleitet die Romanhelden auf ihrem Weg. Überlegt, entscheidet, ob sie richtig handeln, missbilligt Fehler, die sie begehen oder bringt Verständnis dafür auf. Je nachdem. Der Nutzen solcher Texte also ist Trost und Hoffnung. Trost für eine vielleicht ähnlich bittere Erfahrung und die Aussicht darauf, dass doch noch alles gut wird. So, um diesen Trost, diese Hoffnung fühlte mich beim beiseite Legen des gerade ausgelesenen Buches betrogen.
Nur gut, dass ich kurz darauf erfuhr, dass es eine Fortsetzung des Romans gab, welche ich dann auch innerhalb einer Nacht verschlang und am nächsten Morgen endlich endlich mein Happy End bekam. Danke schön. Nun gehts mir wieder besser. Wirklich wahr.
Ähm - Häh?!?
Letzten Freitag in der Disco.
Etwas müde, ziemlich ko und viel zu nüchtern saßen wir in der bequemen Raucherecke und taten das, was an einem solchen Abend wohl das übliche ist. Die Musik war grottig, das Publikum übersichtlich und erwähnte ich schon, dass ich so gut wie nix betäubend-belustigendes wie zum Beispiel eine ausreichende Menge Ethanol in meinem Blutkreislauf hatte? Wir saßen also da und unterhielten uns. Nebenbei ließ ich meinen viel zu klaren Blick in der schummrigen Gegend umher schweifen. Vielleicht kreuzte ja ausgerechnet an diesem Abend Mr. Perfect meinen Weg oder wenigstens den meiner beisitzenden Freundin und das zumindest sollte mir nicht verborgen bleiben. Sofortige Maßnahmen nämlich wären die Folge. Aber.... nichts! Wie immer und wie auch nicht anders zu erwarten gewesen wäre. Statt dessen blieb mein geschultes Auge an einer für mein Verständnis bizarren, abstrakten Szene hängen:
Ein Pärchen, welches wohl keines war, hielt sich eng umgschlungen im Dämmerlicht. Stehend und körperlich so nah, dass kein Blatt Papier dazwischen gepasst hätte. Ein Arm fest um seinen Hals geschlungen, ein Arm um ihre Taille gelegt. Während sie so dicht aneinander gepresst standen, so als würden sie sich gegenseitig wärmen müssen, war ihr Gesicht vom leuchtenden Display ihres Handys erhellt! Ein weiterer Blick bestätigte meine Befürchtung: auch er war völlig auf den klitzekleinen Bildschirm seines Mobiltelefons fixiert.
Ähm, was bitteschön war denn das? Das Einholen der Legitimation des abwesenden Partners zur Überbrückung der Trennungsperiode während des mehrstündigen Discothekaufenthalts? Das Warmhalten der erst-, zweit-, dritt-, viertbesten Alternative zur aktuellen Kontaktperson, falls der Abend doch nicht den gewünschten, ja angestrebten Abschluss bringen würde? Der von der modernen Gesellschaft und einem selbst aufgelegte Zwang jederzeit erreichbar zu sein, da die Befürchtung nahe liegt, man könne vergessen werden, wenn man nicht stets und ständig präsent ist? Ich werde mich mal nicht weiter damit beschäftigen. Ist ja Sonntag Abend. ;)
Etwas müde, ziemlich ko und viel zu nüchtern saßen wir in der bequemen Raucherecke und taten das, was an einem solchen Abend wohl das übliche ist. Die Musik war grottig, das Publikum übersichtlich und erwähnte ich schon, dass ich so gut wie nix betäubend-belustigendes wie zum Beispiel eine ausreichende Menge Ethanol in meinem Blutkreislauf hatte? Wir saßen also da und unterhielten uns. Nebenbei ließ ich meinen viel zu klaren Blick in der schummrigen Gegend umher schweifen. Vielleicht kreuzte ja ausgerechnet an diesem Abend Mr. Perfect meinen Weg oder wenigstens den meiner beisitzenden Freundin und das zumindest sollte mir nicht verborgen bleiben. Sofortige Maßnahmen nämlich wären die Folge. Aber.... nichts! Wie immer und wie auch nicht anders zu erwarten gewesen wäre. Statt dessen blieb mein geschultes Auge an einer für mein Verständnis bizarren, abstrakten Szene hängen:
Ein Pärchen, welches wohl keines war, hielt sich eng umgschlungen im Dämmerlicht. Stehend und körperlich so nah, dass kein Blatt Papier dazwischen gepasst hätte. Ein Arm fest um seinen Hals geschlungen, ein Arm um ihre Taille gelegt. Während sie so dicht aneinander gepresst standen, so als würden sie sich gegenseitig wärmen müssen, war ihr Gesicht vom leuchtenden Display ihres Handys erhellt! Ein weiterer Blick bestätigte meine Befürchtung: auch er war völlig auf den klitzekleinen Bildschirm seines Mobiltelefons fixiert.
Ähm, was bitteschön war denn das? Das Einholen der Legitimation des abwesenden Partners zur Überbrückung der Trennungsperiode während des mehrstündigen Discothekaufenthalts? Das Warmhalten der erst-, zweit-, dritt-, viertbesten Alternative zur aktuellen Kontaktperson, falls der Abend doch nicht den gewünschten, ja angestrebten Abschluss bringen würde? Der von der modernen Gesellschaft und einem selbst aufgelegte Zwang jederzeit erreichbar zu sein, da die Befürchtung nahe liegt, man könne vergessen werden, wenn man nicht stets und ständig präsent ist? Ich werde mich mal nicht weiter damit beschäftigen. Ist ja Sonntag Abend. ;)
Donnerstag, 6. Mai 2010
Eine Gretchenfrage?
Wenn ich nun behaupte, dass ich mich momentan mit klassischer Literatur beschäftige, weil sie mich interessiert, ist das genauso zutreffend wie die Tatsache, dass ich mit geistiger Überlegenheit anderer zwar durchaus umgehen kann, dies bei meinem Nachwuchs, der gerade zum ersten Mal genullt hat, aber noch so lange wie möglich hinaus zögern will.
Lange (Vor)Rede, kurzer Sinn: Auszugsweise las ich kürzlich Goethes Faust I und komm zu dem Schluss: H. Faust war ein ziemlicher Arsch! Harte Worte? Aber nicht unbegründet. Da kam es soweit, dass er, alternder Lüstling, das bislang brave, unbedarfte Gretchen anvisierte, ja sie rumkriegen wollte! Gretchen, blutjung und aus ärmlichen Verhältnissen stammend, wehrte zunächst jegliche Annäherungsversuche erfolgreich ab. Doch war sie angetan von dem großen, gebildeten Mann, der wusste, was er wollte. Sie.
Die Versuche, ihn zurück zu weisen, wurden immer halbherziger, bis sie eines Tages ihre berühmte Gretchenfrage stellte, welche frei interpretiert soviel bedeutete wie "Wirst du zu mir stehen, mich versorgen, dich um mich kümmern, wenn ich die Frucht deiner Lenden unter meinem Herzen trage?" Unglücklicherweise aber verstand sie aufgrund ihres niedrigen Bildungsgrades und seiner trefflich irreführenden, aber nicht unwahren Worte, nicht, was er ihr absichtlich nicht unter die Nase reiben wollte, gab schließlich nach und sie das taten, was Mann und Frau eben manchmal tun.
Aber wie sollte es anders sein: Er hatte bekommen was er wollte, der Reiz des Unerreichbaren war verflogen und ebenso schnell verschwand er wieder aus ihrem Leben und überließ sie ihrem Schicksal, welches in einer Tragödie endete.
Die Geschichte ist uralt, beruht gar auf einer wahren Begebenheit, welche Goethe einst in jungen Jahren während seiner Tätigkeit als Jurastudent im Gerichtssaal verfolgte. Doch das Thema ist noch heute aktuell. Er nutzte ihre Naivität und Unwissenheit schamlos aus, sie stürzte sich ins Verderben, eingewickelt vom Charme und Interesse seinerseits. Gibt es heute nicht mehr? - Gibt es wohl. Schon nur allein die Tatsache, anzunehmen, Willigkeit und Gefügigkeit könne einen Mann fest binden, lässt diesen Schluss zu.
...Und dabei wollte ich eigentlich nur den Osterspaziergang lesen.
Lange (Vor)Rede, kurzer Sinn: Auszugsweise las ich kürzlich Goethes Faust I und komm zu dem Schluss: H. Faust war ein ziemlicher Arsch! Harte Worte? Aber nicht unbegründet. Da kam es soweit, dass er, alternder Lüstling, das bislang brave, unbedarfte Gretchen anvisierte, ja sie rumkriegen wollte! Gretchen, blutjung und aus ärmlichen Verhältnissen stammend, wehrte zunächst jegliche Annäherungsversuche erfolgreich ab. Doch war sie angetan von dem großen, gebildeten Mann, der wusste, was er wollte. Sie.
Die Versuche, ihn zurück zu weisen, wurden immer halbherziger, bis sie eines Tages ihre berühmte Gretchenfrage stellte, welche frei interpretiert soviel bedeutete wie "Wirst du zu mir stehen, mich versorgen, dich um mich kümmern, wenn ich die Frucht deiner Lenden unter meinem Herzen trage?" Unglücklicherweise aber verstand sie aufgrund ihres niedrigen Bildungsgrades und seiner trefflich irreführenden, aber nicht unwahren Worte, nicht, was er ihr absichtlich nicht unter die Nase reiben wollte, gab schließlich nach und sie das taten, was Mann und Frau eben manchmal tun.
Aber wie sollte es anders sein: Er hatte bekommen was er wollte, der Reiz des Unerreichbaren war verflogen und ebenso schnell verschwand er wieder aus ihrem Leben und überließ sie ihrem Schicksal, welches in einer Tragödie endete.
Die Geschichte ist uralt, beruht gar auf einer wahren Begebenheit, welche Goethe einst in jungen Jahren während seiner Tätigkeit als Jurastudent im Gerichtssaal verfolgte. Doch das Thema ist noch heute aktuell. Er nutzte ihre Naivität und Unwissenheit schamlos aus, sie stürzte sich ins Verderben, eingewickelt vom Charme und Interesse seinerseits. Gibt es heute nicht mehr? - Gibt es wohl. Schon nur allein die Tatsache, anzunehmen, Willigkeit und Gefügigkeit könne einen Mann fest binden, lässt diesen Schluss zu.
...Und dabei wollte ich eigentlich nur den Osterspaziergang lesen.
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